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Seneca: Epistulae morales, 99, 9 — 842 Aufrufe
Giraffe123 am 18.2.23 um 13:30 Uhr (
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Hallo, habe momentan echt viel zu tun, daher habe ich den text schnell übersetzt, könnte mir jemand eine elegante Übersetzung formulieren?
Der Text:
Intervallis distinguimur, exitu aequamur. Hoc quod inter primum diem et ultimum iacet, varium incertumque est: si molestias aestimes, etiam puero longum, si velocitatem, etiam seni angustum. Nihil non lubricum et fallax et omni tempestate mobilius: Iactantur cuncta et in contrarium transeunt iubente fortuna, et in tanta volutatione rerum humanarum nihil cuiquam nisi mors certum est. Tamen de eo queruntur omnes, in quo uno nemo decipitur.
Meine Übersertzung:
Wir unterscheiden die Lebensspannen,durch den Tod werden wir gleich. Dies, was zwischen dem ersten Tag und dem letzten liegt, ist verschieden und unzuverlässig: wenn du die Beschwerlichkeiten schätzt, auch den langen Knaben, wenn die Schnelligkeit auch knapp ist. Nichts ist nicht gefährlich und trügerisch und das ganze Wetter ist unbeständig: Er wirft alles hin und her und im Gegenteil überschreiten sie das Glück, und in großem Wirbel ist die menschliche Sache nicht mit dem Tod festgesetzt. Dennoch beklagt er sich über alle, in denen sich niemand täuscht.
VIELEN DANK
Re: Seneca: Epistulae morales, 99, 9
Re: Seneca: Epistulae morales, 99, 9
Intervallis distinguimur, exitu aequamur. Hoc quod inter primum diem et ultimum iacet, varium incertumque est:
Wir unterscheiden uns in der Lebenszeit, der Tod macht uns (alle) gleich.
Die Zeit zwischen dem ersten und dem letzten Lebenstag ist unterschiedlich und ungewiss,
si molestias aestimes, etiam puero longum, si velocitatem, etiam seni angustum. Nihil non lubricum et fallax et omni tempestate mobilius:
wenn man die Unannehmlichkeiten beurteilt, ist sie noch immer für den Knaben lang,
wenn man das Tempo betrachtet, noch immer für den alten Mann knapp.
Manches ist bedenklich und trügerisch und unbeständiger als jedes Wetter.
Iactantur cuncta et in contrarium transeunt iubente fortuna, et in tanta volutatione rerum humanarum nihil cuiquam nisi mors certum est. Tamen de eo queruntur omnes, in quo uno nemo decipitur.
Alles schwankt hin und her und verwandelt sich unter dem Diktat des Schicksals
in sein Gegenteil und bei einem so großen Hin und Her der menschlichen Verhältnisse
ist für jeden nichts sicher außer der Tod.
Dennoch klagen alle über das, bei dem allein sich niemand täuschen kann.