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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike (353 Aufrufe)
Βεττίνα schrieb am 14.11.2023 um 11:24 Uhr (Zitieren)
Γραικύλου hatte mich gebeten, diesen Text, den ich auf keinverlag.de[/i] hochgeladen hatte, auch hier zu posten - was ich natürlich gerne tue.

Beiträge zur deutschen Bildungspolitik - 1. Griechische Antike

Ich bin kein Politiker, gehöre auch keiner Partei an, sondern komme eher aus der Humidisten-Ecke - das steht bei kV auch in meinem Profil (dort gebe ich meine aktuelle Beschäftigung als Hydromachetes an) - nicht ursprünglich, aber inzwischen mit mehreren Jahrzehnten Erfahrung. Tatsächlich könnte ich mit meinen Kenntnissen sogar versuchen, in meiner norddeutschen Heimatstadt in die Politik zu gehen, über den Weg als Fachreferentin für Wasserwirtschaft etwa, aber die Stellen sind natürlich alle besetzt. Wasser ist ja in ganz Norddeutschland eine 'hard science', was 'Richtiges', nur bin ich dummerweise durch Mann und Kinder in meiner Stadt angebunden.

Es gibt hierzulande Brunnen und Klärwerke, wie in den meisten Gegenden Deutschlands, aber auch die Wasseracht und die Deichacht. Und wußtet Ihr, daß es in Norddeutschland 47 verschiedene Begriffe für Regen gibt? Da gibt es die 'Erhöhte Luftfeuchtigkeit', wenn diese nämlich gerade ausreicht, daß der feine Wassernebel an den Blattspitzen der Bäume - im Winter an den äußersten, kahlen Zweiglein - zu ausgewachsenen Tropfen kondensiert, die von dort abregnen; es gibt den 'Sprühregen', den 'Leichten Regen', den 'Gewöhnlichen Regen', das ist das, was in der Wetterapp bei den Wetterwarnungen 'markantes Wetter' genannt wird und bei dem hier glücklicherweise seltenen Frost zum 'Eisregen' werden kann; es gibt den 'Dauerregen', den 'Nassen Regen', wenn sich auf den Pfützen durch den Einschlag neuer Tropfen Blasen bilden, neuerdings den 'Starkregen' und immer schon den 'Stärkeren Regen', der innerhalb von Minuten ungeschützte Keller und unter Straßenniveau gelegene Garagen und Unterführungen fluten kann und bei verstopfter Dachrinne ganz schnell das Wasser am Dach so aufstaut, daß man im Wohnzimmer wenig später eine Dusche hat. Das Ganze gibt es natürlich auch noch einmal mit Wind in verschiedenen Stärken, und... eigentlich sollte das hier ja etwas zu Griechenland werden.

Als Humidist hat man nicht den unmittelbaren Zugang zu den griechischen Inseln, eher zu dem Wasser, in dem sie liegen. Bei uns ist es eher nass und grün, in GriechenLand ist es eher trocken und... nicht so grün, das ist schon mal ein großer Unterschied. Um das Verständnis dafür zu wecken, daß Griechenland für Europa mehr bedeutet als kaltgepresstes Olivenöl und Urlaub auf Kreta - wobei... aber das ist eine andere Baustelle. Die karge Landschaft war schon in der Antike karg und felsig, die Athener haben in klassischer Zeit für ihre Flotte halb Griechenland abgeholzt, und in der Moderne wurde dann die andere Hälfte für Touristen-Bettenburgen abgeholzt, so daß es dort jetzt noch trockener und bedeutend heißer ist...

Die griechische Antike machte soetwas wie Europa erst möglich - und ich meine jetzt nicht den von Rubens auf einem Stierrücken reitend gemalten Nackedei, sondern die Idee, ein gemeinsames kulturelles Erbe zu haben. Die Idee hatten die Griechen ja schon durch ihren Homer, den dann auch ganz fix alle die als 'ihren' Homer adoptierten, die ebenfalls als Griechen (die Makedonen) - oder zumindest zivilisiertes Volk (die Etrusker) - angesehen werden wollten. Noch im Mittelalter wurden Abstammungslinien gezimmert, die zumindest auf Troja zurückführten, das ja schon deswegen als zivilisiert galt, weil seine Bewohner in den homerischen Epen als nicht so unwürdige Gegner der Griechen vorkommen - und damit vor den Römern!

Die Bedeutung der Griechen war den Bildungsbürgern des 19. Jahrhunderts in ganz Europa bewußt - auch wenn man sich nationalstaatlich in die Haare bekam: Nicht nur angehende Theologen lernten Altgriechisch in der Schule, und selbstverständlich gehörte dann auch die Geschichte der alten Griechen, und vor allem ihrer militärischen Erfolge gegen die Perser (Spartaner und andere Griechen, die Geschichte der '300'), und noch mal gegen die Perser (Alexander III. von Makedonien, der besser als Alexander der Große bekannt ist und nach Meinung zeitgenössischer Griechen eben kein Grieche war) zum Bildungskanon, denn diese Kriegsberichte aus klassisch-griechischer Zeit (5. und 4. Jh.v.u.Z.) waren es ja, die man in der Schule las: Herodot, Thukydides, Xenophon, und den sprachlich vergleichbaren, aber sehr späten Attizisten (klassisch-athenisches Griechisch schreibenden) Plutarch (1. Jh.n.u.Z.). Die andere Schiene waren die Philosophen der Klassik: Sokrates (wie er bei Platon vorkommt, denn selbst hat er gar nichts geschrieben), sein Schüler Platon und dessen Schüler Aristoteles. Mit der hellenistischen Koiné, seit Alexander die 'lingua franca' oder vielleicht auch das griechische 'Pidgin' östlich von Italien, schlug (und schlägt) man sich dann tatsächlich im Theologie-Studium herum.

Die Gewichtung der Fächer hat sich von damals bis heute natürlich gewandelt, auch wenn es zumindest in meiner mittelgroßen, feuchten Universitätsstadt tatsächlich noch ein ehemals altsprachliches Gymnasium gibt, das noch immer (2023) Latein ab der 5. Klasse anbietet (Altgriechisch als dritte Fremdsprache hat es aber nicht bis in die 2020er Jahre geschafft). Die Naturwissenschaften, Computerkompetenz, die modernen, lebendigen Sprachen nehmen einen breiteren Raum ein, und Geschichte ist inzwischen ohnehin ein einstündiges Fach.

Es ist ja nicht so, daß Griechenland in der Schule heute gar nicht mehr stattfindet. Ganz abgesehen von Urlaubsberichten nach den Sommerferien über den Griechenland- oder Türkei-Urlaub (ja, auch die Türkei gehört streng genommen zum antiken Griechenland, da saßen nämlich zu der Zeit die Ionier, griechische Siedler, die dort eine Menge Städte gründeten, die heute unter anderem Namen zum größten Teil noch immer existieren), gibt es in der Mathematik kurze Exkurse zum Satz des Pythagoras, in höheren Klassen kommt man mit einigen griechischen Buchstaben zur Bezeichnung von Summe und Produkt in Kontakt, in der Physik hört man von der Archimedischen Schraube und später verwendet man auch dort griechischen Buchstaben für einige Einheiten und Operatoren.

Das Wort 'Geschichte' - inklusive der bewußten sprachlichen Nähe zum Wort 'Geschichten' hat ein griechischer Historiker (Herodot) geprägt, im Religionsunterricht hört man gerüchteweise einmal, daß das Neue Testament auf griechisch verfaßt worden sei (und das ist es, siehe oben), im Sportunterricht befaßt man sich mit olympischen Disziplinen, wenn vielleicht auch nicht ganz auf olympischem Niveau. Und Olympia, in der Antike mit einem berühmten Zeusheiligtum und 4-jährig stattfindenden sportlichen Wettkämpfen zu Ehren des Gottes - und noch immer Lieferant des Olympischen Feuers für die modernen Sommer- und Winterspiele - liegt auf dem griechischen Festland, heute an der Griechischen Nationalstraße EO74.

In Englisch hört man vielleicht mal von den 'Elgin Marbles', die der Brite Lord Elgin im 19. Jahrhundert mit Erlaubnis der damals dort regierenden Osmanen auf der Athener Akropolis vom Parthenon abgebaut hat (über die genaue Herkunft des Altars von Pergamon wurde zumindest zu meiner Schulzeit wenig erzählt; da haben die Deutschen in einer ebenfalls osmanisch regierten Stadt an die 70 Jahre nach Elgin die Chance genutzt, ihre Marbles einzusammeln), oder man sieht - für den Umgang mit einer lebendigen Sprache typisch - im Unterricht einmal ein dem Alter der Zuschauer angepaßtes Highschool-/College-Drama, in dem die US-amerikanischen Studentenvereinigungen typischerweise mit drei griechischen Buchstaben bezeichnet werden.

Später gibt es - so man nicht bei Religion bleibt - Philosophie (Weisheitsliebe), wo zum Auftakt die griechischen (ionischen) Naturphilosophen, die oben genannten Klassiker und alle die Griechen, von denen inhaltlich weniger überliefert wurde, auf eine Unterrichtseinheit eingedampft werden (man muß sie wohl deshalb berücksichtigen, weil die Bezeichnung dieses Faches unglücklicherweise griechisch und damit heutzutage erklärbedürftig ist), damit man dann schnell die Kurve über Cicero und Augustinus zur Moderne kriegt. Ähnliches passiert bei Politik und Wirtschaft, wo in einer Stunde vielleicht einmal kurz die griechischen Staatstheoretiker angerissen werden, um dann Neueres zu unterrichten.

Wie wäre es - und nun sind wir da, wo ich hin wollte -, wenn man da mal einen ganzheitlichen, gewissermaßen inklusiven Ansatz verfolgen würde? Was wäre, wenn man - neben den zahllosen Projektwochen zu Energiesparen und Nachhaltigkeit, zu gesunder Ernährung und Bewegung, zu Menschenwürde und Inklusion in der Schule - auch mal eine Woche zu Europa planen und durchführen würde? Das muß ja nicht nur die Antike sein, die dort - zusammengetragen aus den verschiedenen Disziplinen - versammelt betrachtet werden kann, aber die Geschichte Europas fängt im antiken Griechenland an, dies ist das verbindende Element, das erst ermöglichte, daß viele andere verbindende Elemente sich überhaupt entwickeln konnten. Es wäre überhaupt mal Zeit, daß sich Projektwochen, wenn es denn mal ein historisches Thema sein darf, nicht nur auf das 20. Jahrhundert beschränken, so wichtig das auch ist.

Warum also fängt man nicht einmal mit einem inklusiven griechisch-hellenistischen Europa in den Grenzen des 3. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung an, von der Balkanhalbhinsel bis zum Hindukusch und vom Don bis Assuan? Die zu dieser Zeit zum Teil ebenfalls griechisch sprechenden Römer kann man dann ja gleich hinterherschieben.

* * *
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Βεττίνα schrieb am 14.11.2023 um 11:30 Uhr (Zitieren)
Ich bitte Γραικύλος, die Verhunzung seines Namens zu verzeihen - und alle bitte ich, über die unfachmännische Textauszeichnung hinwegzusehen.

Herzlichen Dank für Eurer Interesse an meinem obigen Text.
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Βεττίνα schrieb am 14.11.2023 um 11:31 Uhr (Zitieren)
[/i]
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 14.11.2023 um 15:48 Uhr (Zitieren)
Βεττίνα,
danke für das mit reichlich Stoff aus der Praxis versehene Bild von der Situation in heutigen Schulen. Deine Schlußfolgerung mit der Forderung nach einer - wenn auch auf Projektebene verbleibenden - intensiveren Beschäftigung mit der klassischen Antike ist aller Ehren wert und findet in Kreisen derjenigen, die am Ideal humanistischer Bildung wenigstens noch "geschnuppert" haben (ich weiß, kein besonders glückliches Sprachbild!), sicherlich Zustimmung. Aber ob das reicht, in die Ebene der Curriculumsgestalter in den Kultusministerien vorzustoßen? Selbst ich als "hoffnungsloser Optimist" kann mich der Zweifel nicht erwehren.
Dennoch, wer es nicht versucht, hat schon zu Beginn verloren - insofern wünsche ich Deinem Vorschlag weitere Verbreitung und offene Ohren bei den relevanten Empfängern.

NB: Die kursive Auszeichnung ist leider nicht auszuschalten, wenn ihr End-Code, wie oben - Teil eines Links geworden ist. Das konntest Du natürlich nicht wissen.
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Βεττίνα schrieb am 15.11.2023 um 14:02 Uhr (Zitieren)
Lieber/Liebe στρουθίον οἰκιακόν,

ja, das kann nur ein Anfang sein und ich glaube auch nicht, daß ich auf die Schnelle grundlegende Änderungen in einer ja schon Jahrzehnte andauernden Entwicklung bewirken kann.

Ja, für den Humansimus waren die Wurzeln zur Antike wichtig und wirkten sich in der Folge stark auf die Lehrpläne aus. Allerdings wird heutzutage - und nicht zu Unrecht - der Humanismus vorrangig mit der Kolonialzeit verbunden, die recht inhuman war. Daher bin ich Humidistin.

Aber die Antike liegt mir als Althistorikerin ('Griechin') und Mutter dreier Kinder (von denen allerdings nur noch einer mit einem Bein in der Schule steht) trotzdem am Herzen. Virtuelle Gespräche mit Γραικύλος auf der keinverlag-Seite bewirkten dann, daß ich mir gewissermaßen halbliterarisch mal Luft gemacht habe.

Ich verstehe auch, daß man allen aktuellen Themen Raum geben muß, denn die Kinder müssen als junge Erwachsene erst mal mit ihrer Gegenwart klarkommen. Und die Zahl der Projektwochen muß schon, um den ohnehin durchwachsenen Erfolg der Schulbildung nicht weiter zu gefährden, eine endliche sein. Aber wenn es Geschichte ist, die bei einer Projektwoche (oder einem länger vorbereiteten Event-Projekt) im Fokus steht, ist es eben meiner Wahrnehmung nach ausschließlich die Neuere und Neuste Geschichte.

Ich finde es zwar richtig, daß man regelmäßig eine Aufarbeitung der braunen Vergangenheit Deutschlands unternimmt, aber bei den Kindern kommt das (und kam es schon vor der Jahrtausendwende) so an, als ob es das einzige Thema ist. Damit erweckt man dann kein Bewußtsein für Entwicklungen, gegen die schon im Vorfeld angearbeitet werden sollte, sondern eine Ermüdung und Abwendung von den Inhalten. Und das kann ja auch nicht Zweck des Ganzen sein.

Die Geschichte ist so viel vielfältiger, man muß sich nicht auf ein halbes Jahrhundert der jüngsten Vergangenheit beschränken. Aber entweder fehlen die entsprechenden Kompetenzen an den Schulen - was durch Vorschläge und Arbeitsmaterialien aus anderer Quelle aufgefangen werden könnte - oder es fehlt das Interesse.

Wenn das fehlenden Interesse tatsächlich bei den Kultusministerien anfängt und entsprechende Vorgaben zur Aufarbeitung des frühen 20. Jahrhunderts auf den Lehrplänen in allen Jahrgängen verpflichtend durchgeführt werden müssen, dann bedarf es allerdings einer grundlegenden Änderung.

Meine Idee der Änderung, die europäische Schiene gewissermaßen, ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen. Der 1992 gegründete Verein AGE (Alte Geschichte für Europa) hat sich das auf die Fahnen geschrieben, deswegen bin ich ihm wenig später auch beigetreten. Aber seine Wirkungsmacht ist bisher nicht im Schulalltag von Niedersachsen angekommen.

Daß Europa wichtig ist, ist ja in vielen Köpfen noch verwurzelt. Wenn man also allgemein Europa behandelt, kann man doch auch mal einen eingehenderen Blick auf die Ursprünge legen - und mal da weiterdenken, wo die hellenistischen Reiche im 3. Jahrhundert v.u.Z. standen. Und vielleicht von da auch einen erkenntnisfruchttragenden Brückenschlag zur Gegenwart machen können.

Denn der Hellenismus wird im Schulgeschichtsunterricht selbst bei Behandlung der Antike gewöhnlich ausgeblendet. Die Griechische Geschichte endete demnach mit Alexander (d.G.) - eine ganz griechische Sicht also :-).

*

Ganz herzlichen Dank übrigens für die Erklärung des Fehlers bei der Textauszeichnung. Tatsächlich wollte ich aus dem Hinweis auf keinVerlag gar keinen Link machen, das passierte wohl automatisch dadurch, daß ich Punkt - de angehängt hatte. Diesen Fehler versuche ich in Zukunft zu vermeiden.

Herzlichen Dank für Deine Lektüre und Deine Bemerkungen, und für die guten Wünsche.

Schöne Grüße von Βεττίνα
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 15.11.2023 um 16:33 Uhr (Zitieren)
Gut zu hören, daß Du so aktiv für die Verbreitung und Verwirklichung Deiner (und Deiner Mitstreiter) Ideen und Vorschläge eintrittst - gratuliere! und wünsche viel Erfolg - θεόι βοηθοίοντο !

ἁνήρ εἰμι, ὦ βελτίστη :-)
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Γραικύλος schrieb am 15.11.2023 um 18:01 Uhr (Zitieren)
Auch freue mich, daß Bettina nun hier kundig teilnimmt! Ich freue mich sehr.

Der Zustand der klassischen Bildung an der Schule, das durfte ich noch erleben, ist ein trauriger. Un da damit weder unmittelbar der technische Fortschritt noch Arbeitsplätze gefördert werden könnten, rechne ich nicht mit einer Änderung von politischer Seite.
In Kürze kann ich meinen Standpunkt so darstellen, daß die Motivation eine intrinsische sein, also in den Bildungssubjekten entstehen muß.
Tua res agitur.

Bettinas Ansätze bei Computerspielen und Animes/Comics finde ich sehr interessant. Das war schon bei "Asterix und Obelix" ganz gut.
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Γραικύλος schrieb am 15.11.2023 um 18:31 Uhr (Zitieren)
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Βεττίνα schrieb am 16.11.2023 um 00:06 Uhr (Zitieren)
Für diese intrinsische Motivation muß allerdings erst einmal so viel Wissen vorhanden sein, daß man weiß, was man da hat.

Also es reicht nicht, vom einem Computerspiel, einem Anime oder Manga oder Comic mit antiken (vorzugsweise griechischen ;-)) Elementen von genau diesen Elementen begeistert zu sein. Wo will man sich weiter mit dem Thema beschäftigen, wenn nicht die youtube-Rezensenten auf diese antiken Elemente hinweisen? Man findet zwar alles im Internet, aber das ist ja auch das Problem. Um etwas zu finden, muß man gerade genug davon verstehen, um ausreichend filtern zu können.

Sprich: ganz um ein bißchen mehr Antike im (Geschichts-)unterricht kommt man dann vermutlich doch nicht herum.
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Γραικύλος schrieb am 16.11.2023 um 14:53 Uhr (Zitieren)
Ja, man muß schon wissen, um lernen zu können - eine Erkenntnis Platons.

Kein Zweifel, ein bißchen Antike im Unterricht wäre hilfreich. Aber das ist kein politisch relevanter Trend.

Wenn die mich erreichenden Informationen zur Lage an den Schulen (in NRW) zutreffen, verschwindet gegenwärtig das Lateinische in seiner Rolle als zweite Fremdsprache ... zugunsten des Spanischen.

Wo immer sich mir die Möglichkeit bietet, mache ich auf die Antike aufmerksam. Doch was ist das schon?
Re: Aktuelle Bildungspolitik und die Griechische Antike
Βεττίνα schrieb am 26.11.2023 um 17:21 Uhr (Zitieren)
Zitat von Γραικύλος am 16.11.23, 14:53
Wo immer sich mir die Möglichkeit bietet, mache ich auf die Antike aufmerksam. Doch was ist das schon?


Besser als nichts. Ich versuche das auch.
 
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