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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Diogenes und Mausolos
(282 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 05.11.2023 um 14:52 Uhr (
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)
Lukian, Totengespräche (νεκρικοὶ διάλογοι) 24:
DIOGENES: Du Karer, worauf bist du stolz, daß du vor uns allen den Vorrang beanspruchst?
MAUSOLOS: Erstens auf mein Königtum, du Sinoper, weil ich König von ganz Karien war, aber auch über einige Lyder herrschte, manche Inseln mir untertänig machte und bis Milet vorrückte, wobei ich den größten Teil Ioniens unterwarf; dann war ich auch schön und groß und in Kriegen stark. Was aber das wichtigste ist, ich habe in Halikarnaß ein ungeheures Denkmal auf mir liegen, wie es kein anderer Toter hat; auch kein so schön gearbeitetes, mit Rossen und Mannen in vollkommenster Ausführung aus dem schönsten Stein; auch keinen solchen Tempel könnte man leicht finden. Scheine ich dir nicht mit Recht darauf stolz zu sein?
DIOGENES: Auf dein Königtum sagst du, auf deine Schönheit und auf die Schwere deines Grabmals?
MAUSOLOS: Beim Zeus, auf diese Dinge.
DIOGENES: Aber du schöner Mausolos, dir steht weder dieselbe Kraft zu Gebote wie damals noch dieselbe Schönheit. Wollten wir z.B. einen Schiedsrichter betreffs der Schönheit wählen, so kann ich nicht sagen, weshalb dein Schädel meinem vorgezogen werden sollte. Beide sind ja kahl und bloß, wir fletschen beide gleichermaßen die Zähne, sind der Augen beraubt und haben stumpfe Nasen. Dein Grab und die kostbaren Marmorblöcke mögen vielleicht den Halikarnassern dazu dienen, den Fremden gegenüber damit zu prunken und sich zu brüsten, was für ein großes Bauwerk sie da haben. Was du hingegen, mein lieber Freund, davon haben sollst, das sehe ich nicht ein, außer du meinst damit, daß du eine größere Last als wir zu tragen hast, unter der Wucht solcher Blöcke niedergedrückt.
MAUSOLOS: Soll das alles unnütz sein und ein Mausolos und ein Diogenes gleichen Rang haben?
DIOGENES: Nicht gleichen Rang, du edler Herr, gewiß nicht! Denn Mausolos wird jammern in der Erinnerung an sein Leben auf Erden, in dem er sich glücklich deuchte, Diogenes hingegen wird ihn verlachen. Und jener wird von seinem in Halikarnaß von seiner Gattin und Schwester Artemisia errichteten Grabmal sprechen. Diogenes hingegen weiß nicht, ob sein Leib überhaupt ein Grab hat; das wäre ihm auch gleichgültig. Eine Nachrede aber hat er als Andenken an sich den edelsten Männern hinterlassen, das Leben eines Mannes gelebt zu haben, eine Nachrede, die höher steht – das sage ich dir, der du deine Karer an Knechtssinn noch übertriffst -, höher als dein Grabmal und die auf festerem Grund errichtet ist.
(Lukian: Hauptwerke. Hrsg. v. Karl Mras. München ²1980, S. 256-259)
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