α
β
γ
δ
ε
ζ
η
θ
ι
κ
λ
μ
ν
ξ
ο
π
ρ
ς
σ
τ
υ
φ
χ
ψ
ω
Α
Β
Γ
Δ
Ε
Ζ
Η
Θ
Ι
Κ
Λ
Μ
Ν
Ξ
Ο
Π
Ρ
C
Σ
Τ
Υ
Φ
Χ
Ψ
Ω
ἀ
ἁ
ά
ὰ
ᾶ
ἄ
ἅ
ἂ
ἃ
ἆ
ἇ
ᾳ
ᾷ
Ἀ
Ἁ
Ἄ
Ἅ
Ἂ
Ἃ
Ἆ
Ἇ
ἐ
ἑ
έ
ὲ
ἔ
ἕ
ἒ
ἓ
Ἐ
Ἑ
Ἔ
Ἕ
ἠ
ἡ
ή
ὴ
ῆ
ἤ
ἥ
ἢ
ἣ
ἦ
ἧ
ῃ
ῇ
ᾗ
Ἠ
Ἡ
Ἤ
Ἥ
Ἦ
Ἧ
ἰ
ἱ
ί
ὶ
ἴ
ἵ
ἲ
ἳ
ἶ
ἷ
ῖ
Ἰ
Ἱ
Ἴ
Ἵ
Ἶ
Ἷ
ὀ
ὁ
ό
ὸ
ὄ
ὅ
ὂ
ὃ
Ὀ
Ὁ
Ὄ
Ὅ
Ὂ
Ὃ
ῥ
ὐ
ὑ
ύ
ὺ
ὔ
ὕ
ὒ
ὓ
ὖ
ὗ
ῦ
Ὑ
Ὓ
Ὕ
Ὗ
Ῠ
Ῡ
Ὺ
Ύ
ὠ
ὡ
ώ
ὼ
ὤ
ὥ
ὢ
ὣ
ὦ
ὧ
ῳ
ῶ
ῷ
ᾧ
ᾤ
Ὠ
Ὡ
Ὤ
Ὥ
Ὢ
Ὣ
Ὦ
Ὧ
Schließen
Bewegen
?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Forumübersicht
/
Neuer Beitrag
/
Zurück zum Wörterbuch
Dionysos und Ariadne #7
(300 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 24.10.2023 um 12:57 Uhr (
Zitieren
)
11.a Ovid: Ars amatoria
Siehe, Lyäus (1) ruft. Sein Seher ja bin ich; er schützet
Liebende auch; ist der Glut hold, die ihn selber entflammt.
Sinnlos irrte die Genossin einst am fremden Gestade,
Wo um den winzigen Strand Dias die Woge sich bricht;
Eben erwacht, wie sie war, umwallt von entgürtetem Kleide,
Barfuß – frei um das Haupt flattert das goldene Haar –
Rief sie am tauben Gewässer des Meers den grausamen Theseus;
Zähren, daran sie nicht schuld, netzten ihr zartes Gesicht.
Und sie rief und weinte zugleich; Schmuck lieh sie von beidem.
Nicht durch die Tränen entstellt wurde das schöne Gesicht.
Und jetzt schlug sie die zarteste Brust aufs neu mit den Händen:
„Ja, er entfloh treulos!“ rief sie, „was wird nun aus mir?
Ach, was wird nun aus mir?“ – Da erklangen die Cymbeln am ganzen
Ufer; mit donnerndem Ton schlug an die Trommel die Hand.
Jene, von Schrecken gelähmt, steht stumm; ihr versagen die Worte;
Ohnmacht faßt sie; es flieht ihr aus den Adern das Blut.
Sieh, die Mimalloniden (2)! ihr Haar umflattert den Rücken!
Siehe, der Satyrn Chor, Boten des nahenden Gotts!
Siehe, der trunkene Greis Silen! Kaum sitzt auf dem breiten
Rücken des Esels er; fest hält er die Mähne gepackt.
Da die Bacchantinnen bald ihm entfliehn, bald neckend ihm nahen,
Er – kein Reiter von Fach – haut mit der Rute sein Tier,
Stürzt herab – und grad auf den Kopf – vom störrischen Langohr.
Aber die Satyrn schrein: „Steh doch, o Väterchen, steh!“
Aber der Gott auf dem Wagen, umragt von Trauebengewinden,
Lenkt mit goldenem Zaum selber sein Tigergespann.
Und es verstummt und erbleicht das Mädchen; vergessen ist Theseus;
Dreimal will sie entfliehn, dreimal hat Schreck sie gelähmt.
Und, gleich ledigen Ähren vom Sturm durchwehet, erbebt sie,
Oder wie schwankendes Rohr zittert im sumpfigen Bruch.
Aber der Gott sprach: „Sieh, hier bin ich, ein treuerer Schützer
[Cui deus „en, adsum tibi cura fidelior” inquit].
Banne die Furcht: Du wirst, Genossin, Bacchus‘ Gemahl.
Nimm als Hochzeitsgabe den Himmel; ein himmlisches Stern-bild,
Wirst du, als kretischer Kranz, lenken den irrenden Kiel.
[Pone metum: Bacchi, Gnosias, uxor eris.
Munus habe caelum: caelo spectabere sidus.
Saepe reget dubiam Cressa Corona ratem].”
Sprach’s, und von dem Gespann, damit sie die Tiger nicht schreckten,
Sprang er herab – es wich unter dem Fuße der Sand -,
Drückte sie innig ans Herz und trug sie – Sträuben war nutzlos [Neque enim pugnare valebat] –
Mit sich fort; es vermag alles ein Gott, was er will
[in facili est omnia posse deo].
Und “Hymenäus!” ruft ein Chor, ein anderer: „Euoi!“
Und der geheiligte Pfühl einet den Gott und die Braut.
[I 525-564]
(1) Lyaios: Beiname des Dionysos
(2) Gefolge des Dionysos neben den Bakchen
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild:
Colosseum (Rom)
Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.
Forum Code:
[b]fett[/b]
[i]kursiv[/i]
[u]unterstrichen[/u]
[strike]durchgestrichen[/strike]
[sup]hochgestellt[/sup]
[sub]tiefgestellt[/sub]
[quote]Text zitieren[/quote]
[wb]Wörterbuch-Link[/wb]