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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Geschichte der Semiramis #8 (217 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 25.09.2023 um 12:56 Uhr (Zitieren)
Fortsetzung Diodorus Siculus II 4-11:
13. Als nun Semiramis ihre Bauten vollendet hatte, zog sie mit großer Streitmacht nach Medien. Sie kam an das sogenannte Bagistanische Gebirge, schlug in dessen Nähe ein Lager auf und legte einen Park von 17 Stadien Umfang an: Dieser war in der Ebene gelegen, in seiner Mitte befand sich eine große Quelle, die die Pflanzen bewässerte.

Das Bagistanische Gebirge ist Zeus heilig. An der dem Park zugekehrten Seite ragen steile Felsen bis zu 17 Stadien in die Höhe. Semiramis ließ den untersten Teil dieses Felsens abglätten und in ihn ihr eigenes Bild einmeißeln, wobei sie 100 Speerträger um sich herum mit abbildete. Der Felsen aber erhielt eine Inschrift in syrischen Buchstaben, Semiramis habe die Packsättel der Maultiere in ihrem Heereszuge in der Ebene aufgeschichtet und sei über sie bis zum Berggipfle emporgestiegen.

Dann zog sie weiter und kam zur medischen Stadt Chauon, wo sie in einer Hochebene einen Felsen von ganz auffallender Größe bemerkte. Dort legte sie einen zweiten Park an, und zwar von riesigen Ausmaßen; in seiner Mitte fand der Felsen Platz. Im Park selbst baute sie Lustschlösser, von denen aus man die Pflanzenpracht wie auch die ganzen Truppenmassen übersehen konnte, die in der Ebene lagerten.

Hier nun blieb sie eine Zeitlang und genoß alle Art von Schwelgerei in vollen Zügen. Eine legale Ehe eingehen indes wollte sie nicht, denn sie fürchtete, auf diese Weise ihre Herrschaft zu verlieren. So wählte sie sich von ihren Soldaten die schönsten aus und schlief mit diesen: Sobald sie aber Umgang mit ihr gehabt hatten, wurden sie ausnahmslos alle umgebracht.

Dann zog sie nach Ekbatana und gelangte an das zarkaiische Gebirge. Dieses
erstreckte sich viele Stadien in die Länge, war voller Schluchten und Abgründe, und der Umgehungsweg dehnte sich sehr weit aus. Sie nun, voll Ehrgeiz, ein unvergängliches Denkmal zu hinterlassen, und zugleich bestrebt, den Weg abzukürzen, ließ Bergwände abtragen und Abgründe ausfüllen und kürzte so tatsächlich unter großen Kosten den Weg ab, der seither nach ihr Straße der Semiramis benannt wird.

In Ekbatana angekommen, einer Stadt in der Ebene, errichtete sie dort ein prachtvolles Schloß und kümmerte sich auch im übrigen ganz besonders um den Ort. So hatte die Stadt kein Wasser, weil keine Quelle in der Nähe war. Sie indes machte sie wasserreich, indem sie unter vielen Mühen und Kosten eine Menge herrlichsten Wassers in Leitungen herbeiführte.

12 Meilen von Ekbatana entfernt nämlich befindet sich ein Berg namens Orontes, von besonderer Unzugänglichkeit und steil in die Höhe ragend; seine Vorderseite bildet eine senkrechte Wand, 25 Stadien bis zum Gipfel hoch: Da sich nun auf der anderen Seite des Berges ein See befand, der in einen Fluß mündete, ließ sie den Berg an einer tiefergelegenen Stelle durchgraben: Der Kanal war 15 Fuß breit und 30 tief.

Auf diese Weise leitete sie den Fluß aus dem See ab und versorgte die Stadt reichlich mit Wasser. Dies also vollbrachte sie in Medien.
Re: Die Geschichte der Semiramis #8
Γραικύλος schrieb am 25.09.2023 um 12:59 Uhr (Zitieren)
Korrektur: Fortsetzung Diodorus Siculus II 4-11; 13 f.; 16-21
 
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