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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Das Menetekel
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Γραικύλος schrieb am 11.09.2023 um 14:41 Uhr (
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Die Atmosphäre der Schicksals- und Zeitenwende fängt die Bibel-Erzählung von der letzten Nacht Belsazars auf unübertreffliche Weise ein – daß Belsazar nicht König, sondern nur Kronprinz und Regent war und sein Vater nicht Nebukadnezar, sondern eben Nabonid, ist da ein leicht korrigierbares Detail:
König Belsazar machte ein herrliches Mahl seinen tausend Gewaltigen und soff sich voll mit ihnen. Und da er trunken war, hieß er die goldenen und silbernen Gefäße herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, daß der König mit seinen Gewaltigen, mit seinen Weibern und seinen Kebsweibern daraus tränken. Also wurden hergebracht die goldenen Gefäße, die aus dem Tempel, dem Haus Gottes zu Jerusalem, genommen waren; und der König, seine Gewaltigen, seine Weiber und Kebsweiber tranken daraus. Und da sie soffen, lobten die die goldenen, silbernen, ehernen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter. Eben zur selben Stunde gingen hervor Finger wie einer Menschenhand, die schrieben, gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal; und der König ward gewahr der Hand, die da schrieb ... (Dan. 5, 1-5)
Und sie schrieb, so vermutet der Alttestamentler M. A. Beek: „mnh, tkl, prs, prs“. Diese Worte der aramäischen Konsonantenschrift ließen sich nun auf verschiedene Weise vokalisieren. „Wenn wir diesen Spruch ansehen, begreift jeder, der etwas vom Aramäischen versteht, daß es sehr nahe liegt, daraus zu machen: meneh, tekel, peres, peres. Das würde die Gewichtseinheiten bedeuten: die Mine, der Sekel, die halbe Mine und nochmals die halbe Mine. Eine solche Aufzählung von Reichstalern, Talern und Gulden müßte jeden Weisen wohl wegen der Unsinnigkeit verrückt machen. Die am meisten auf der Hand liegende Vokalisation machte die geheimnisvolle Schrift zum Unsinn. Daniel aber las die richtigen Vokale, machte daraus ‚menah, tekal, peras, paras‘, und kündigte damit in einigen harten Perfektformen plus einem Nomen das Ende von Belsazars Reich an“ (M. A. Beek).
Denn diese Worte heißen nichts anderes als: „Er hat geteilt, gewogen, getrennt, der Perser!“ Daß in der Überlieferung daraus „mene, mene, tekel, upharsin“ – Gott hat dein Königreich gezählet und vollendet. Man hat dich in einer Waage gewogen und zu leicht befunden. Dein Königreich ist zerteilet und den Medern und Persern ge-geben – wurde, hält M. A. Beek für „ganz begreiflich, wenn man bedenkt, daß die Pointe der Erzählung in der Doppeldeutigkeit eines unvokalisierten Textes gelegen hat“.
Koldeway (1), bekannt für seinen Humor auch bei „ernsten“ Fragen, meint, daß vielleicht doch die einfachste Lesart, die der Münzwerte, die richtige sein könnte und „einer der anwesenden Perser ganz unschuldig mit Kohle an der Wand seine Forderungen ausgerechnet, der bereits von schlimmen Ahnungen gefolterte König aber daraus neuen Argwohn gegen seine Umgebung geschöpft habe“.
(Petra Eisele: Babylon. Bern/München 1980, S. 333-335)
(1) Robert Koldeway: Das wiedererstandene Babylon. Leipzig
4
1925
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