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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Geschichte der Semiramis #7 (342 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 04.09.2023 um 10:45 Uhr (Zitieren)
Fortsetzung Diodorus Siculus II 4-11:
Die Stützmauern, die man unter hohen Kosten errichtet hatte, waren 22 Fuß dick, ihre Zwischenräume aber nur 10 Fuß breit, die Decke bestand aus steinernen Quadern, mit den Fugen zusammen 16 Fuß lang, 4 breit.

Sie trugen zuunterst eine Schicht aus Schilfrohr mit viel Erdpech, darüber eine doppelte aus gebrannten Ziegeln, mit Gips zusammengefügt; eine dritte Schicht bildeten Bleiplatten, damit nicht die Feuchtigkeit von der daraufgeworfenen Erde in die Tiefe hinunterdringe. Obendrauf aber lag eine Schicht Humusboden, tief genug, auch die Wurzeln höchster Bäume in sich aufzunehmen. Der Boden selbst war geebnet und mit vielerlei Bäumen bepflanzt, wie sie in ihrer Höhe und sonstigen Schönheit den Betrachter erfreuen mußten.

In den Galerien, die voneinander abgesetzt waren und auf diese Weise Licht erhielten, lag eine Fülle verschiedenartiger Räumlichkeiten für den König. In einem dieser Räume, und zwar der obersten Gruppe, befanden sich Öffnungen und Ma-schinen zum Heraufpumpen des Wasser: Mit ihrer Hilfe wurde Wasser aus dem Flusse nach oben gebracht, ohne daß ein Außenstehender etwas bemerkte. Diesen Park indes baute, wie schon angedeutet, erst einer der Späteren.

11. Semiramis aber gründete an Euphrat und Tigris noch andere Städte, und in diesen legte sie Häfen für die Händler aus Medien, Paraitakene und anderen benachbarten Ländern an. [...]

Semiramis ließ im Hochland Armeniens einen Stein von 130 Fuß Länge und 25 Breite brechen und diesen mit einer Masse von Maultieren und Ochsengespannen zum Flusse schaffen.
Man verlud ihn hier auf ein Floß, um ihn flußabwärts nach Babylon zu transportieren. Dort ließ sie ihn an der Hauptstraße aufstellen, ein bewundernswürdiges Schaustück für die Vorübergehenden. Manche nennen ihn wegen seiner Form Obelisk und zählen ihn zu den Sieben Weltwundern.

(Diodoros: Griechische Weltgeschichte. Buch I-X, 1. Teil. Hrsg. v. Gerhard Wirth und Thomas Nothe. Stuttgart 1992, S. 138-147)

Historisch nimmt man heute an, daß es sich bei Semiramis um die assyrische Königin Samuramat handelt, Gattin Schamschi-Adads V. (823-810) und Mutter Adadniraris III. (809-782), an dessen Stelle sie fünf Jahre lang regierte. Semiramis ist ihr griechischer Name.
 
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