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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Geschichte der Semiramis #5 (337 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 31.08.2023 um 23:34 Uhr (Zitieren)
Fortsetzung Diodorus Siculus II 4-11:
Der Euphrat, der Babylon in der Mitte teilt, fließt nach Süden: So lag von beiden Palästen einer auf der östlichen und einer auf der westlichen Flußseite, und beide entstanden unter großem Kostenaufwand. Dabei gab sie dem westlichen einen äußeren Umfang von 60 Stadien, mit einer hohen, teuren Mauer aus gebrannten Ziegeln befestigt. Innerhalb dieser errichtete sie eine zweite, kreisrunde, an der sie in die ungebrannten Steine Reliefs verschiedener Tiergestalten einmeißeln ließ, die in künstlicher Farbgestaltung ihrer Darstellung das Leben nachahmten.

Ihr Umfang betrug 40 Stadien, die Breite 40 Ziegel, die Höhe nach Ktesias 50 Klafter. Die Türme hingegen waren 70 Klafter hoch.
Dazu führte sie eine dritte, innere Mauer auf, innerhalb deren sich eine Akropolis befand; diese hatte einen Umfang von 20 Stadien. Höhe und Breite des Gebäudes übertrafen die Ausmaße der mittleren Mauer. An beidem, Türmen wie Mauern, waren vielerlei Tiere abgebildet, in Farbe wie Gestalt wieder kunstvolle Nachahmung der Wirklichkeit. Das Ganze aber stellte eine Jagdszene voll von verschiedenen Tieren dar, deren Höhe mehr als vier Ellen betrug. Dargestellt war auch Semiramis selbst, wie sie zu Pferd einen Panther erlegte, und neben ihr ihr Gatte Ninos, wie er mit der Lanze einen Löwen niederstieß. Sie brachte auch drei Tore an, deren Doppeltüren sich nur durch einen künstlichen Mechanismus öffnen ließen.

Dieser Palast übertraf an Größe und Ausstattung den auf der anderen Seite bei weitem, denn dieser hatte nur eine einzige Umfassungsmauer von 30 Stadien aus gebrannten Ziegeln und anstelle kunstvoller Tierreliefs eherne Abbildungen von Ninos, Semiramis und ihren Statthaltern, dazu von Zeus, den die Babylonier Bel nennen (8). Indes, es gab auch verschiedene Kampf- und Jagdszenen, die den Betrachtern vielfältiges Vergnügen gewähren konnten.

9. Darauf suchte Semiramis von ganz Babylonien den am tiefsten gelegenen Platz aus und legte dort ein viereckiges Wasserbecken an. Jede von dessen Seiten maß 300 Stadien, war mit gebrannten Ziegeln ausgemauert und mit Erdpech verkittet. Seine Tiefe betrug 35 Fuß.
In dieses Becken leitete sie den Fluß ab und grub von hier aus einen Kanal von einem ihrer beiden Schlösser zum anderen jenseits des Flusses. Dessen Ausschachtung war auf beiden Seiten mit gebrannten Ziegel ausgekleidet und derartig dick mit gekochtem Erdharz überschmiert, daß die Dicke dieser Schicht 4 Ellen ausmachte. Die Mauerwände des Kanals aber hatten eine Dicke von 20 Ziegeln, ihre Höhe betrug ohne die Wölbung 12 Fuß, die Breite 15.

Nachdem das Werk in sieben Tagen fertiggestellt worden war, leitete sie den Fluß in sein altes Bett zurück, so daß sie nun, als das Wasser den Boden des Kanals bedeckte, von einem Schloß in das andere gelangen konnte, ohne den Fluß auf der Brücke überqueren zu müssen. An beiden Seiten des Kanals ließ sie eherne Tore anbringen, die bis zur Zeit der Perserherrschaft vorhanden waren.

(8) Bel Marduk

In sieben Tagen, das kann wohl kaum sein.
 
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