α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Das Ende der Vandalen #1 (245 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.08.2023 um 00:08 Uhr (Zitieren)
Prokop, Vandalenkriege II 9:

533 war der letzte Vandalenkönig Gelimer von Belisar, dem Feldherrn Kaiser Justinians, geschlagen und 534 nach Konstantinopel gebracht worden.
Belisar traf zusammen mit Gelimer und den Vandalen (1) in Byzanz ein. Dort wurden ihm Ehrungen zuteil, wie man sie in früheren Zeiten nur solchen römischen Feldherrn erwies, welche die größten und ruhmreichsten Siege errungen hatten. Etwa sechshundert Jahre aber waren seitdem verstrichen, und niemand hatte mehr derartige Auszeichnungen erfahren, außer Titos und Traianos und die anderen Kaiser, die bei Feldzügen gegen ein Barbarenvolk Siege erfochten.

Indem nämlich Belisar die Beutestücke und Kriegsgefangenen mit sich führte, unternahm er einen Festzug mitten durch die Stadt, was die Römer einen Triumph nennen. Dies geschah jedoch nicht nach altem Brauch, er ging vielmehr nur zu Fuß von seinem Palast bis zur Rennbahn und dort von den Schranken aus bis zu der Stelle, wo sich der kaiserliche Thron erhebt.

Die Beute aber umfaßte Gegenstände, die im allgemeinen einem königlichen Hofstaat dienen: goldene Thronsessel und Sänften, wie sie die Gemahlin des Königs zu benützen pflegt, dazu viel edelsteingeschmückte Kleinodien, goldene Trinkbecher und alle möglichen sonstigen Geräte für die Hoftafel. Weiterhin sah man auch viele zehntausende Talente Silber sowie eine gewaltige Menge von lauter kaiserlichem Schmuck; Geiserich hatte ja, wie schon in früheren Büchern berichtet, den Kaiserpalast in Rom ausgeplündert. Schließlich gehörte noch der Judenschatz dazu, den Titos, der Sohn des Vespasianos, nach der Einnahme Jerusalems mit anderen Beute-stücken zusammen nach Rom gebracht hatte.

Als dies einer von den Juden sah, trat er zu einem vornehmen Manne aus Justinians Umgebung heran und sprach: „Meiner Ansicht nach ist es unpassend, diese Kostbarkeiten in den kaiserlichen Palast von Byzanz zu bringen; denn ihr Platz ist einzig und allein dort, wo sie der Judenkönig Solomon früher aufstellen ließ. Ihretwegen eroberte ja auch Geiserich den Kaiserpalast in Rom und jetzt das römische Heer die königliche Residenz der Vandalen.“ Wie diese Worte dem Kaiser zu Ohren kamen, fühlte er Angst und schickte schleunigst alles in die christlichen Kirchen zu Jerusalem.

(1) König der Vandalen und Alanen 428-477 u.Z.; 455 hatte er Rom erobert und geplündert.

Das war also das Schicksal der Beute aus dem Judenkrieg, die in Rom auf dem Titusbogen auf dem Forum dargestellt ist.
Re: Das Ende der Vandalen #1
Γραικύλος schrieb am 28.08.2023 um 00:12 Uhr (Zitieren)
Die Anmerkung ist falsch plaziert; sie gehört zu Geiserich.
 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Pyramiden von Gizeh

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.