Γραικύλος schrieb am 25.08.2023 um 00:03 Uhr (Zitieren)
Plutarch, Antonius 70:
(Plutarch: Große Griechen und Römer. 6 Bde. Herausgegeben von Konrat Ziegler. München 1979; Bd. 5, S. 371 f.)
(1) Dichter der Attischen Komödie bis in die 380er Jahre v.u.Z.
(2) Fest der Choës, der Krüge: der Wein wurde an diesem Tag aus den Fässern in die Krüge gefüllt.
Re: Timon, der Menschenfeind
Aurora schrieb am 25.08.2023 um 08:35 Uhr (Zitieren)
Was könnten ihm die Athener angetan haben?
Krass, zynsicher geht es kaum noch.
Die Frage ist: Wie wird ein Mensch so?
Genetik? Sozialisierung? Oder beides?
Oder schlechte Erfahrungen mit Menschen?
Γραικύλος schrieb am 25.08.2023 um 18:15 Uhr (Zitieren)
Es ist schwierig, etwas über die Hintergründe eines Charakters zu sagen, wenn man nicht einmal weiß, ob die Person überhaupt historisch ist.
Aber hast Du gelesen, welche namhaften Autoren sich mit diesem Timon befaßt haben? Offenbar gibt er literarisch doch etwas her in seiner Radikalität.
Für mich wäre in dieser Situation ja die Beziehung beendet:
Als historisch gesicherte Menschenfeinde fallen mir ein Ambrose Bierce und Henry Louis Mencken, Karl Kraus vielleicht und als Kunstfigur noch W. C. Fields.
Re: Timon, der Menschenfeind
Γραικύλος schrieb am 25.08.2023 um 18:20 Uhr (Zitieren)
Bei Wikipedia s.v. Feige finde ich noch:
Doch die dort angegebene Stelle Cicero, De oratore II 278 kann ich nicht verifizieren. Kann mir da jemand helfen?
Re: Timon, der Menschenfeind
Marcella schrieb am 26.08.2023 um 00:18 Uhr (Zitieren)
In Shakespeares "Timon von Athen" ermuntert Timon Straßendirnen, gegen Gold im Gewerbe fortzufahren, so dass möglichst viele Leute sich anstecken. Das geht in die Richtung des Feigenbaumes.
Re: Timon, der Menschenfeind
Auroraῳ schrieb am 26.08.2023 um 09:47 Uhr (Zitieren)
Bukolos schrieb am 26.08.2023 um 13:48 Uhr (Zitieren)
Geht es darum, ob die Stellenangabe richtig ist, so lässt sich sagen, dass zumindest in der zweisprachigen Ausgabe von Nüßlein (Düsseldorf 2007) der Inhalt an bezeichneter Stelle zu finden ist. Geht es um den Vorgang, so habe ich meine Zweifel, ob sich dessen Historizität erweisen lässt. Der misogyne Witz, den Cicero den Großonkel Caesars im Rahmen seiner Witztheorie erzählen lässt, verweist über den Siculus möglicherweise auf in Kap. 217 erwähnte griechische Witzsammlungen, in denen anscheinend vor allem Sizilianer (neben Rhodiern und Byzantinern) als Protagonisten auftraten.
Re: Timon, der Menschenfeind
Γραικύλος schrieb am 26.08.2023 um 14:19 Uhr (Zitieren)
Nein, ich meinte nur die Stelle, habe aber inzwischen gemerkt, daß ich "Orator" mit "De oratore" verwechselt habe. Jetzt ist die Sache klar.