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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Das Schul- und Bildungssystem der Sumerer #2
(379 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 04.08.2023 um 00:07 Uhr (
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Die ältesten sumerischen Tontafeln waren Merkzettel und keine Dokumente. Auch die zahllosen, inzwischen entzifferten Schultafeln haben diesen Merkbuchcharakter. Sie enthalten Zeichen- und Zahlenreihen, vorgeschrieben vom Lehrer und nachgekritzelt vom Schüler, dessen wachsende Fähigkeit im Schönschreiben man von Tafel zu Tafel gut verfolgen kann.
Schule war, das zeigt eine Liste mit den Berufsangaben von Schülervätern aus der Zeit um 2000 v. Chr., ein Vorrecht der Privilegierten. Schreiben, Lesen und Rechnen lernte, wer es aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung und seines späteren Berufs brauchte. Außerdem war der Schulbesuch teuer. Die Lehrer lebten vom Schulgeld, das in Silber und Naturalien zu entrichten war. Da auch der Tempel von diesen Ein-nahme profitierte, waren die Einkünfte der Lehrer sehr niedrig.
[...]
Es entspricht sumerischer Mentalität, daß aus der Berufsschule der Frühzeit allmählich die erste Universität entstand. Im Gegensatz zu allen anderen uns bekannten Hochschulen alter Kulturen ist die sumerische Universität kein kirchliches, sondern ein weltliches Institut. Sie vertritt bereits ein ähnliches Lehr- und Forschungsprogramm wie das moderner Hochschulen. Dank der Tätigkeit tüchtiger Schriftgelehrter entwickelte sich hier die sumerische Schrift aus ihren piktographischen Anfängen zu dem flexiblen Instrument der Keilschrift, die nun auch für literarische, theologische und wissenschaftliche Niederschriften verwendet werden konnte.
So wie sich die Schrift von ihren praktischen Ursprüngen zu immer differenzierteren Formen entwickelt hat, um endlich zu einer Silbenschrift vereinfacht zu werden, vollzogen sich auch Wissenserweiterung und Wissensvermittlung entsprechend den wachsenden praktischen Bedürfnissen des öffentlichen Lebens in Mesopotamien. Dabei gingen Wissenserweiterung und Versuche ihrer schriftlichen Fixierung schon bald Hand in Hand, nachdem eine Schriftform gefunden war, in der sich auch komplizierte Vorgänge eindeutig formulieren ließen.
Allerdings standen auch jetzt noch die konkreten Wissenschaften wie Geographie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Architektur und ihre mathematischen Hilfswissenschaften im Vordergrund. Den Mittelpunkt des Unterrichts bildeten auch weiterhin Sprache und Schrift – zunehmend ergänzt durch Theologie und Literatur.
Wissenschaftliche und praktische Ausbildung wurden nicht getrennt. Allerdings konnten sich die Schüler nach dem Grundstudium, das vor allem Schreiben und Rechnen umfaßte, für die Laufbahn des Schriftgelehrten, des Lehrers, zuweilen wohl auch schon des Wissenschaftlers oder für einen leitenden Beruf in Heer, Hofhaltung, Politik, Tempelverwaltung, Kunst, Diplomatie oder Wirtschaft entscheiden.
(Harmut Uhlig: Die Sumerer. Ein Volk am Anfang der Geschichte. Bergisch Gladbach 1989, S. 163-166)
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