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Pizza in Pompeji?
(380 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 29.06.2023 um 14:20 Uhr (
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In Pompeji ist ein Wandgemälde entdeckt worden, das einen runden Teigfladen zeigt. Nun diskutiert man in Italien, ob das Nationalgericht doch viel älter ist als gedacht.
Wenn Italiener ihre weltberühmte Essenskultur preisen, dann geht es dabei nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die regionale Herkunft und Tradition. Zu Letzterer gehört erstens, wie lange es ein Gericht schon gibt (je länger, desto besser), und zweitens, dass es bestimmte Zutaten enthält (nur die und keine anderen).
In Pompeji wurde nun ein Wandgemälde entdeckt, das ein Fladenbrot zeigt. Rund, flach und aus Kampanien – da gibt es eigentlich nur eine Assoziation. „Eine antike Pizza!“, war deshalb gleich überall zu lesen. Das wäre in der Tat eine Sensation und würde der Marketingstrategie der kampanischen Restaurantindustrie ein ganz anderes Gewicht verleihen: Tradition seit 2000 Jahren; wer kann das schon von sich behaupten?
Bisher galt die moderne Pizza als eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Auch weil ihr klassischer Belag aus drei Zutaten – Tomaten, Mozzarella und Basilikum – besteht, von denen zumindest die ersten beiden im antiken Pompeji nicht verfügbar waren. Man denke nur an Pitabrot, dessen Name mit der Pizza etymologisch verwandt sein könnte, oder die Focaccia.
Das Wandbild, das in Pompeji im Atrium eines Hauses unweit einer Bäckerei gefunden wurde, zeigt neben dem Teigfladen verschiedene Früchte und möglicherweise Nüsse. Es scheint sich eher um ein süßes als ein herzhaftes Gericht zu handeln. Für die Traditionsbewußten stellt sich also die Frage: Was macht die Pizza aus, ihre Form oder ihr Belag?
Gabriel Zuchtriegel, Leiter der Ausgrabungsstätte Pompeji, sagt, der abgebildete Teigfladen sei „offensichtlich“ keine Pizza, sondern vielleicht ein entfernter Vorläufer. Dennoch läge die Assoziation nahe, schließlich sei man in der Gegend von Neapel. Das Fresko kontrastiere außerdem eine profane Mahlzeit auf der linken mit kostbarem Geschirr auf der rechten Seite. Auch das passe zur Pizza, die als Essen armer Leute geboren worden sei und nun in Michelin-Star-Restaurants serviert werde. Gino Sorbillo, Besitzer einer der berühmtesten Pizzerien Neapels, sagte dagegen der italienischen Essenswebsite „Scatti di Gusto“: „Ich denke, es ist klar, dass auf dem Fresko in Pompeji eine antike Form der Pizza zu sehen ist.“ Die Früchte sprächen nicht dagegen. Auch eine Pizza könne mit Obst, etwa mit Feigen oder Erdbeeren, belegt sein und süß serviert werden.
Allerdings zeigt das Fresko keine Erdbeeren, sondern Datteln und eine andere Frucht, die optisch stark an eine Ananas erinnert. Auch das kann, historisch betrachtet, nicht sein, da die ihren Ursprung nicht in Europa hat. Dennoch verführte die Ähnlichkeit den Interviewer Sorbillos zu der Frage, ob damit die Diskussion um die sogenannte Pizza Hawaii endlich beendet, es also legitim sei, eine Pizza mit Ananas zu belegen? Da zeigte sich, dass Sorbillo es mit den Zutaten ganz so locker dann doch nicht zu nehmen schien: Nein, sagte er bestimmt, Ananas benutze man bei Sorbillo niemals: „Wir machen traditionelle Pizza.“
ANNA VOLLMER
(Frankfurter Allgemeine vom 29. Juni 2023)
Dort gibt es auch eine Abbildung.
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