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Die Geschichte der Medea #4
(347 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 15.06.2023 um 00:04 Uhr (
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)
Fortsetzung Diodorus Siculus IV 45-55:
51 Dann fertigte dem Berichte nach Medeia ein hohles Abbild der Artemis und verbarg darinnen Giftstoffe verschiedener Art; des weiteren bestrich sie ihr eigenes Haar mit gewissen kräftigen Salben und färbte es damit grau, während sie Antlitz und Körper mit Falten durchsetzte, so daß jeder, der sie sah, sie für ein steinaltes Weib halten mußte. Schließlich nahm sie die Statue der Göttin – diese war indessen derart ausstaffiert, daß sie die Masse erschrecken und mit Gottesfurcht erfüllen konnte – und betrat bei Tagesanbruch die Stadt.
Medeia aber tat, als sei sie von Gott begeistert [ἐνθεαζούσης δ‘ αὐτῆς], und während die Menge entlang den Straßen zusammenlief, forderte sie alle auf, der Göttin einen ehrfürchtigen Empfang zu bereiten, und zwar sagte sie, die Göttin sei aus dem Hyperboreerland zum Heil für die ganze Stadt und ihren König gekommen.
Während nun alle der Göttin ihre Verehrung durch Opfer bezeigten und mit einem Wort die gesamte Stadt im Verein mit Medeia voll von Begeisterung war, drang diese in den Königspalast ein. Dort versetzte sie Pelias in einen Zustand abergläubischer Angst und schreckte durch ihre Zauberkunst seine Töchter so sehr, daß sie fest glaubten, die Göttin sei tatsächlich zugegen und wolle dem Hause des Königs Glück bescheren.
Denn Medeia behauptete, Artemis sei auf einem Drachenwagen durch die Lüfte gefahren, sei über viele Teile der bewohnten Erde hinweggeflogen und habe den allerfrömmsten König zu ihrer Heimstatt und ewigen Verehrung auserwählt. Sie habe ihr aber auch befohlen, von Pelias mit Hilfe gewisser Kräfte das Greisenalter zu nehmen, seinen Körper gänzlich zu verjüngen und ihn mit vielen anderen Gaben für ein glückliches und gottgefälliges Leben zu beschenken.
Als sich der König über den sonderbaren Inhalt der Worte erstaunt zeigte, versprach der Überlieferung nach Medeia, sogleich an ihrem eigenen Leibe den Beweis für die Richtigkeit ihrer Behauptungen zu liefern. Und so befahl sie einer der Töchter des Pelias, reines Wasser herbeizubringen. Das Mädchen führte auf der Stelle den Auftrag aus, worauf sich Medeia, wie man erzählt, in eine kleine Kammer einschloß und durch allseitige Waschungen ihren ganzen Körper von den mächtigen Wirkungen der Zaubermittel reinigte. Dadurch wurde ihr früherer Zustand wieder hergestellt[,] und indem sie sich dem König zeigte, versetzte sie die Zuschauer in Staunen[,] und man glaubte, daß sie durch eine gewisse Fürsorge der Götter ihr Greisentum in die Jugend und bestrickende Schönheit eines Mädchens verwandelt habe.
Durch gewisse Zaubermittel soll Medeia auch bewirkt haben, daß sich Schattenbilder der Drachen zeigten, auf denen nach ihren Worten die Göttin durch die Luft aus dem Hyperboreerland herbeigebracht worden sei, um bei Pelias Gastfreundschaft zu finden. Da nun Medeias Leistungen alles Menschenmaß zu übersteigen schienen und sie beim König großen Anklang fand, ja dieser mit einem Wort auf die Wahrheit ihrer Aussagen baute, da traf sie sich, wie überliefert wird, mit ihm zu Einzelgesprächen und veranlaßte Pelias, seinen Töchtern zu befehlen, daß sie ihr zur Hand gingen und ausführten, was sie ihnen auftrage; denn es sei, wie sie sagte, dem königlichen Leibe angemessen, nicht von Händen der Sklaven, sondern denen seiner Kinder betreut, die Wohltat der Götter zu erfahren.
Deshalb gab Pelias seinen Töchtern die ausdrückliche Weisung, alles auszuführen, was ihnen Medeia den Leib ihres Vaters betreffend auftrage. Und so waren die Mädchen bereit, ihre Befehle zu vollziehen.
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