α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Epeios, der Erbauer des Hölzernen Pferdes #2 (339 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 06.06.2023 um 00:05 Uhr (Zitieren)
Der umfangreichste Bericht stammt von Quintus Smyrnaeus, dem wir ja ohnehin viele Details der Ereignisse des Trojanischen Krieges jenseits des einen von Homer geschilderten Jahres verdanken.
3. Quintus Smyrnaeus: Posthomerica

Als aber die glänzenden Sterne den Himmel umkränzten,
die überall funkelten, und der Mensch die Mühe vergaß,
da verließ Athene den hohen Sitz der glückseligen Götter
und kam, ganz einem jugendlichen Mädchen gleichend,
zu den Schiffen und der Kriegsschar. Zu des aresgeliebten Epeios
Häupten trat sie in einem Traum und hieß ihn
das hölzerne Pferd [δούριον ἵππον] bauen. Sie sagte, wenn er sich eile,
werde sie selbst mithelfen und sogleich im Inneren bei ihm sein,
ihn zur Arbeit antreibend. Der nun hörte der Göttin Wort
und sprang aus seinem sorglosen Schlaf auf mit frohlockendem Gemüt.
Er erkannte die unsterbliche himmlische Gottheit. Und auf nichts anderes
sann sein Herz, seinen Verstand aber hielt er immer auf das göttliche Werk
gerichtet. Und kluge Kunst ging ihm durch den Sinn.
Als aber die Morgenröte kam und die edle Finsternis in den Erebos
stieß und ein hellfunkelnder Glanz durch die Luft zog,
da erzählte nun den göttlichen Traum unter den Argeiern Epeios,
wie er ihn gesehen und wie er ihn gehört hatte, da sie es wünschten.
Die aber hörten ihm zu und freuten sich unendlich.
Und da sandten nun des Atreus Söhne schnelle Männer,
zu den grünenden Tälern des hochbelaubten Ida
zu gehen. Die schlugen kräftig auf die Fichten ein im Wald
und fällten hohe Bäume. Es dröhnten die Täler ringsum,
als sie zuschlugen. Lange Hügel in den hohen Bergen
wurden ihres Gehölzes beraubt. Jedes Tal kam ans Licht
und war den wilden Tieren nicht mehr so lieb wie zuvor
[νάπη δ‘ ἀνεφαίνετο πᾶσα
θήρεσιν οὐκέτι τόσσον ἐπήρατος ὡς τὸ πάροιθε].
Die Baumstämme wurden trocken und sehnten sich nach der Kraft des Windes.
Und als die Achaier die nun mit Äxten durchtrennt hatten,
brachten sie sie eilig zu den Ufern des Hellespontos
aus dem dichtbewaldeten Gebirge. Es mühte sich bei dem Werk das Herz
der Männer und Maultiere. Es arbeiteten die Kriegsscharen,
......... jeder diente Epeios, der eine da, der andere dort.
Denn die einen schnitten mit dem scharfkantigen Eisen
die Stämme und vermaßen die Bohlen; die anderen hieben Äste
ab mit Äxten von den noch nicht zersägten Stämmen.
Ein jeder tat eifrig etwas anderes. Epeios seinerseits
stellte des hölzernen Pferdes Füße her, aber dann
den Bauch, darüber fügte er den Rücken und die Flanken
dahinter, den Hals aber vorne, darüber fügte er
die Mähne an den hohen Nacken, die sich bewegte,
als sei sie echt, und ein zottiges Haupt und einen schönhaarigen Schweif,
Ohren und durchsichtige Augen und alles andere,
womit ein Pferd sich bewegt. Es wuchs aber das heilige Werk,
als ob es lebendig wäre, weil eine Gottheit dem Menschen die erwünschte
Kunst gab. Vollendet aber war alles in drei Tagen
nach der Pallas Eingebung. Und das große Volk der Argeier
freute sich und staunte, wie in dem Holz Leben war
und Schnelligkeit die Füße umschwebte und wie es einem wiehernden glich.
Und da betete der göttliche Epeios wegen des riesigen
Pferdes und hob die Hände zur unermüdlichen Tritonis:
„Höre, hochgemute Göttin, bewahre mich und dein Pferd!
[Κλῦθι, θεὰ μεγάθυμε, σάου δ‘ ἐμὲ καὶ τεὸν ἵππον.]“
So sprach er. Den aber erhörte die vielersinnende Göttin Athene,
und sie machte sein Werk für alle auf Erden bewundernswert,
die es sahen und die später davon hörten.

[XII 104-156]

Das klingt so, als sei das Pferd gelaufen statt gerollt.
 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Akropolis (Athen)

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.