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Proteus #9 - Vergil
(332 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 06.05.2023 um 13:32 Uhr (
Zitieren
)
5. Vergil: Georgica IV 387-529:
Kyrene, eine Nymphe, Mutter der Aristaeus (Aristaios):
„Sieh, es haust in Neptuns karpathischen Fluten ein Seher,
Proteus, bläulich umwallt. Er fährt auf Fischen durchs weite
Meer und fährt im Wagengespann zweifüßiger Rosse.
Dieser besucht jetzt wieder Emathias Hafen, sein heimisch
Land Pallene. Ihn verehren wir Nymphen, verehrt selbst
Nereus, hochbejahrt. Denn alles weiß er, der Seher,
was da ist, was war, was bald die Zukunft heraufbringt.
Also gefiel es Neptun. Ihm weidet Proteus das plumpe
Großvieh tief im Meer, das Volk der häßlichen Robben.
Ihn, mein Sohn, ihn fessle zuvor, daß er dir der Seuche
Grund (1) vollständig erkläre und guten Erfolg dir gewähre.
Ohne Gewalt belehrt er dich nicht, und nimmer durch Bitten
beugst du ihn je. Laß hart den Gefangenen zwingende Fesseln
spüren, so bricht sich endlich sein Trug, so wird er zuschanden.
Selber geleite ich dich, wenn Sol die Gluten des Mittags
zündet, wenn Kräuter verlechzen, das Vieh gern lagert im Schatten,
hin zu des Alten heimlichem Schlupf. Da ruht er von Wogen
müde sich aus. Leicht kannst du ihn so, den Schlafenden packen.
Hältst du ihn aber in Händen gepackt, von Fesseln umwunden,
narrt dich Wechselgestalt alsbald mit Fratzen von Tieren:
plötzlich wird er ein struppiges Schwein, ein greulicher Tiger,
schuppiger Drache, er reckt den gelblichen Nacken als Löwin,
oder er prasselt als Flamme empor und müht sich den Fesseln
so zu entgehn oder sucht zu flüchtigem Naß zu zerrinnen.
Aber je mehr zu jeder Gestalt sich Proteus verwandelt,
desto schärfer, mein Sohn, zieh du die haftenden Fesseln,
bis er, verwandelten Leibes, dir endlich so sich zeige,
wie du ihn sahst, als eben die Augen ihm sanken zum Schlafe.“
Sprach’s und ließ ambrosischen Duft rings wallend verströmen;
und so salbte sie ganz den Leib des Sohnes. Doch jenem
atmete lieblicher Duft aus wohlgeordneten Locken,
wendige Kraft durchströmte die Glieder. Tief in des Berges
Flanken frißt eine Höhle sich ein; hier flutet vom Winde
wogend die Welle herein, in Buchten mählich verebbend,
sturmüberfallenen Schiffern schon längst die sicherste Zuflucht;
dort birgt Proteus sich unterm Damm der gewaltigen Felsen.
Hier im Winkel verbarg, dem Licht entzogen, den Jüngling
nun die Nymphe, sie selbst trat seitwärts, nebelumdunkelt.
Glühend brannte der Sirius schon, die lechzenden Inder
sengend; am Himmel stand die feurige Sonne im hohen
Mittag, es dorrte das Kraut, die Strahlen durchglühten die Flüsse,
hohl bis zum Schlamm in vertrocknetem Bett, und ließen sie kochen;
da ging Proteus fort aus der Flut und strebte zur trauten
Höhle, im Kreise um ihn hüpft plump des unendlichen Meeres
triefendes Volk und spritzt weithin die bittere Salzflut.
(1) Aristaeus trug Schuld am Tod der Eurydike und verlor daraufhin durch eine Seuche seine Bienenvölker.
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