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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Medea und Iason #4 (299 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 19.04.2023 um 13:35 Uhr (Zitieren)
Fortsetzung Apollodor, Bibliotheké I:
144 Damals nun fuhr er gemeinsam mit den Helden zum Isthmos und weihte das Schiff dem Poseidon, dann bat er Medeia, ihm bei der Rache an Pelias zu helfen. Sie also ging in den Palast des Pelias und überredete seine Töchter, den Vater zu zerstückeln und zu kochen, indem sie ihnen versprach, ihn mit ihren Zaubermitteln wieder jung zu machen; um dies glaubhaft zu machen, zerteilte und kochte sie einen Widder und machte ihn wieder zum Lamm. Sie ließen sich über-zeugen, zerlegten und kochten ihren Vater. Akastos bestattete ihn zusammen mit den Bewohnern von Iolkos, Iason aber und Medeia warf er aus Iolkos hinaus.

145 Sie kamen nach Korinth und verbrachten dort zehn Jahre voll Glück. Als aber Kreon, der König von Korinth, dem Iason seine Tochter Glauke versprach, verstieß dieser Medeia und heiratete die Tochter des Königs von Korinth. Medeia rief die Götter an, bei denen Iason geschworen hatte, und tadelte ihn fortwährend wegen seiner Undankbarkeit; dann schickte sie der eben Verheirateten einen Peplos [πέπλος, ein Kleid], der mit ihren Zaubermitteln vergiftet war. Als diese ihn anzog, wurde sie – zusammen mit ihrem Vater, der ihr zu Hilfe kommen wollte – von einem wütenden Feuer verbrannt.

146 Ihre Kinder, die sie mit Iason hatte, Mermeros und Pheres, tötete Medeia ebenfalls, dann floh sie auf einem von geflügelten Drachen gezogenen Wagen, den sie von Helios erhalten hatte, nach Athen. Man sagt aber <auch>, daß sie vor ihrer Flucht ihre noch unmündigen Kinder zurückgelassen und als Schutzflehende an dem Altar der Hera Akraia (der „Gipfelbewohnerin“) niedergelegt habe; die Korinther aber vertrieben und mißhandelten die Kinder.

147 Medeia kam nach Athen, heiratete dort den Aigeus (den Vater des Theseus) und gebar einen Sohn namens Medos. Da sie aber später Böses gegen Theseus plante, wurde sie als Verbannte aus Athen – gemeinsam mit ihrem Sohn – herausgeworfen. Letzterer unterwarf viele Barbarenvölker und nannte das ganze unterworfene Land nach sich „Medien“; er kam auf einem Zug gegen die Inder ums Leben. Medeia kam unerkannt nach Kolchis (zurück), und da sie dort wahrnahm, daß ihr Vater Aiëtes von seinem Bruder Perses der Königsherrschaft be-raubt worden war, tötete sie letzteren und gab ihrem Vater die Königsherrschaft zurück.

(Apollodoros: Götter und Helden der Griechen. Herausgegeben und übersetzt von Kai Bordersen. Darmstadt 2004, S. 50-59)

Ist eine schillernde Figur, diese Medea.
 
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