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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Μαυσσωλεῖον (316 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 15.04.2023 um 16:34 Uhr (Zitieren)
Beim Maussolleion (Mausoleum) handelt es sich um das wohl erst in der Alexander-Zeit vollendete, monumentale Grabmal für den 353 v.u.Z. verstorbenen Satrapen Maussollos von Karien und seine Frau Artemisia in Halikarnassos.

1. Strabo: Geographie

Then to Halicarnassus, the royal residence of the dynasts of Caria, which was formerly called Zephyra. Here is the tomb of Mausolus, one of the Seven Wonders, a monument erected by Artemisia in honour of her husband; and here is the fountain called Salmacis, which has the slanderous repute, for what reason I do not know, of making effeminate all who drink from it. [...]
For Hecatomnus, the king of the Carians, had three sons, Mausolus and Hidrieus and Pixodarus, and two daughters. Mausolus, the eldest of the brothers, married Artemisia, the elder of the daughters, and Hidrieus, the second son, married Ada, the other sister. Mausolus became king and at last, childless, he left the empire to his wife, by whom the above-mentioned tomb was erected. [...]

[XIV 16 f.]


2. Plinius der Ältere: Naturgeschichte

Skopas hatte seiner Zeit Bryaxis, Timotheos und Leochares zu Nebenbuhlern, von denen gleichzeitig geredet werden muß, weil sie gemeinschaftlich getriebene Arbeiten zum Mausoleion lieferten; dies ist ein Grabmal, das Artemisia für ihren Gatten Mausolos, einen Fürsten von Karia, errichten ließ, nachdem derselbe im zweiten Jahre der 107. Olympiade [352] gestorben war.
Daß dieser Bau eins der sieben Wunderwerke wurde, das haben ganz vorzüglich diese Künstler ausgerichtet. Er ist von Süden nach Norden 63 Fuß weit, doch vorn und hinten schmaler, hat im Umfang im Ganzen 440 Fuß, erhebt sich zu einer Höhe von 25 Cubitus (1) und ist von 36 Säulen umgeben. Den Umgang nannte man Pteron (Flügel). An der Ostseite arbeitete Skopas, and der Nordseite Bryaxis, an der Südseite Timotheos, an der Westseite Leochares.
Noch ehe sie es vollendet hatten, starb auch die Königin; doch gingen sie nicht eher fort, als bis es völlig fertig war, indem sie es für ein Denkmal ihres Ruhmes und der Kunst im Allgemeinen betrachteten, und noch jetzt ist man im Streit über die meisterhafteste Hand. Dazu kommt noch ein fünfter Künstler. Denn über dem Pteron erhebt sich eine dem unteren Theile gleichkommende Pyramide, welche sich auf 24 Stufen zu einer Spitzsäule zusammenzieht. Auf dem Gipfel steht ein marmornes Viergespann, welches Pythis gemacht hat. Rechnet man dieses dazu, so hatte das ganze Werk eine Höhe von 140 Fuß.

[XXXVI 30 f.]


3. Vitruv: De architectura

[...] Über das Mausoleum schrieben Satyxos und Phiteus (2), denen durch ein wahrhaft glückliches Los die höchste und größte Gunst zuteil wurde.
Denn solche, deren Kunst in alle Zukunft des hervorragendsten und ewig ungeschwächten Ruhmes gewürdigt wird, haben zur Ausführung des von jenen erfundenen Entwurfes ihre Meisterhand geboten. Jede Seite nämlich übernahm je ein Künstler wetteifernd als seinen Anteil zur Ausschmückung und Verherrlichung, und diese Künstler waren Leochares, Bryaxis, Skopas und Praxiteles, einige glauben auch Timotheos, und das Hervorragende und Ausgezeichnete ihrer Kunst bracht es dahin, dass dieses Werk die ruhmvolle Stellung unter den sieben Weltwundern errang.

[VII praef. 12 f.]

(1) Diese Zahlenangaben sind zu niedrig.
(2) wahrscheinlich mit Pythios bzw. Pythis identisch
 
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