Γραικύλος schrieb am 14.04.2023 um 15:07 Uhr (Zitieren)
Fortsetzung 11. Tafel:
(Das Gilgamesch-Epos. Hrsg. v. Albert Schott. Stuttgart ²1978, S. 86-94)
(15) Auch dieses scheinbar großzügige Geschenk sollte die Bürger von Schurippak irreführen.
(16) Wettergott
(17) Götterherolde
(18) Unterweltsgott
(19) das Weltenruder?
(20) d.h. wäre er doch nie gewesen!
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Marcella schrieb am 14.04.2023 um 17:21 Uhr (Zitieren)
Die Bauweise der Arche erscheint in der akkadischen Gilgamesch-Harmonie von Schott mysteriöser als in der Bibel.
Dort ist sie klar, aber unplausibel Ein Lüftungsfenster von einer Elle im Quadrat ist für sämtliche Tiere vorgesehen. "Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß", sagt Gott. Das dürfte niemals reichen.
Hier kommt wieder einer meiner verpfuschten Links: https://www.uni-heidelberg.de › fakultaeten › philosophie › ori › assyriologie › forschung › gilga.htm
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Γραικύλος schrieb am 15.04.2023 um 16:01 Uhr (Zitieren)
Der Link führt unmittelbar nur zur Seite der Universität Heidelberg; den Rest muß man dann suchen.
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Γραικύλος schrieb am 15.04.2023 um 16:06 Uhr (Zitieren)
Der Link führt unmittelbar nur zur Seite der Universität Heidelberg; den Rest muß man dann suchen.
Bukolos schrieb am 16.04.2023 um 09:58 Uhr (Zitieren)
Ich fürchte zwar, dass sich damit nicht alle Zweifel an der Historizität der Arche ausräumen lassen, aber das Fensterchen scheint eine Dreingabe der auf Luthers Übersetzung fußenden deutschen Bibelfassungen zu sein, wobei Luther hier wohl der Interpretation der Vulgata gefolgt ist. In stärker am Text des Bereschit orientierten Übersetzungen, etwa der Version von Buber/Rosenzweig, ist besser fürs Tierwohl gesorgt: "Einen Lichteinfall mache dem Kasten, indem du ihn oben all aufführst bis an eine Elle." (Die fünf Bücher der Weisung, 10. Aufl., Heidelberg 1981, S. 24.)
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Marcella schrieb am 16.04.2023 um 11:54 Uhr (Zitieren)
Maul | Mitarbeiter | Institut für Assyriologie | Universität Heidelberg www.ori.uni-heidelberg.de › assyriologie › mitarbeiter › maul
Vielleicht geht der Link, o unermüdlicher Γραικύλος ? Es handelt sich hier um ein neu gefundenes Bruchstückchen zum Archenbau.
Stefan Maul ist schon richtig.
@Bukolos: Diese Version macht deutlich mehr Sinn, was die Größe des Durchlasses angeht, jedoch als Bauanweisung für mich nicht so recht. Meine Einheitsübersetzung lässt den fraglichen Vers der Einfachheit halber ganz weg.
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Marcella schrieb am 16.04.2023 um 11:59 Uhr (Zitieren)
Das Wetter war fürchterlich anzusehn, Vers 4 des Textes oben.
Nach meiner Erinnerung lautet der Vers im Orignal:
Umu ana ataplusi puluchta ischi.
Der Tag zum Ansehen Fürchterlichkeit hatte."
So In interlinearversion.
Man beachte die deutliche Lautmalerei des heranziehenden finalen Unwetters. Die akkadischen Epen benutzen oft bewusst Stilmittel.
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Marcella schrieb am 16.04.2023 um 12:06 Uhr (Zitieren)
Den interessanten Link zur Assyrologie Heidelberg kann man aber unter dem Titel finden:
"Wer baute die babylonische Arche? Ein neues Fragment...", wenn der griechische Kobold schon komplette Links bei mir sabotiert.
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Γραικύλος schrieb am 16.04.2023 um 15:20 Uhr (Zitieren)
An Marcella:
Zu gilga.htm: mit einem angehängten L kommt man, glaube ich, weiter, also gilga.html
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Bukolos schrieb am 16.04.2023 um 18:25 Uhr (Zitieren)
Ähnlich lautet auch die Übersetzung von Stefan M. Maul (Das Gilgamesch-Epos, 5. Aufl., München 2012, S. 143):
Vers 91 (den Maul so übersetzt: "In der Morgenröte läßt er Kuchen, in der Dämmerung des Abends Schauer von Weizen herniederregnen") bzw. dessen Parallelverse (46/47 und 88) erweist er in seinem Kommentar als translinguales Wortspiel:
Re: Die Sintflut im Gilgamesch-Epos #3
Γραικύλος schrieb am 17.04.2023 um 18:12 Uhr (Zitieren)
Das ergibt freilich einen anderen Sinn, einen Hintersinn, den ich der Schott-Übersetzung nicht entnehmen konnte.