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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Deukalion und Pyrrha #4
(314 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 13.04.2023 um 12:33 Uhr (
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)
Fortsetzung Ovid, Metamorphosen:
O, vermöchte ich doch, mit den Künsten des Vaters die Völker
wiederzuschaffen, könnt‘ ich geknetete Erde beseelen!
Nunmehr steht auf uns beiden allein der Sterblichen Stamm – so
haben die Götter beschlossen – wir bleiben als Zeugnis von Menschen!“
Sprach es, und sie weinten. Zur himmlischen Gottheit zu flehen,
schien ihnen gut und Rat bei den heiligen Losen zu suchen.
Also gehen zum Gewog des Cephisus sogleich sie vereint, das,
zwar noch nicht lauter, schon die bekannte Furt überquerte.
Als sie von hier den Fluten geschöpft und Haupt und Gewandung
weihend besprengt, ward ihr Schritt gelenkt zum Tempel der hohen
Göttin, wo schnöde der First von schmutzigem Moos überwuchert
und der Altar da stand, der Opferfeuer entbehrend.
Als sie die Stufen des Tempels erreichten, warfen sich beide
nieder zu Boden und küßten die kalten Steine mit Beben;
und sie sprachen: „Läßt durch gerechte Gebete der Gottheit
Sinn sich wieder erweichen, und läßt sich wandeln ihr Zorn, so
sprich, o Themis, wie ist unsres Stammes Verlust zu ersetzen,
und, o Mildeste, hilf, hilf du dem versunkenen Leben!“
Rührung faßte die Göttin, sie gab den Spruch: „Von dem Tempel
geht, verhüllt euer Haupt und löst der Gewande Umgürtung,
werft dann hinter euch der Großen Mutter [magnae parentis] Gebeine!“
Lange standen sie stumm. Dann brach das Schweigen der Pyrrha
Stimme zuerst, und sie weigert, der Göttin Geheiß zu gehorchen,
bittet mit schüchternem Munde, sie möge gnädig verzeihn, und
scheut durch den Wurf der Gebeine den Schatten der Mutter zu kränken.
Oft wiederholten sie noch unter sich die Worte des dunklen
Spruchs, den die Göttin gegeben, und wenden sie hin und wider,
bis des Prometheus Sohn Epimetheus‘ Tochter beruhigt:
„Entweder täuscht mich mein Witz“, so sprach er beschwichtigend, „oder
fromm ist der Spruch und rät zu keinem Frevel: Die Große
Mutter, das ist die Erde, mit deren Gebeinen, so glaub‘ ich,
meint er die Steine und heißt uns diese hinter uns zu werfen.“
War des Titanen Kind auch bewegt durch des Gatten Vermutung,
blieb ihr Hoffen doch zweifelnd, so sehr mißtraun sie des Himmels
Mahnung beide zugleich. Doch was kann ein Versuchen wohl schaden?
Also gehen sie, verhüllen das Haupt, entgürten die Kleidung,
werfen gemäß dem Befehl in die Spur ihrer Füße die Steine.
Da – wer möchte es glauben, wenn nicht für die Kunde ihr Alter
zeugte? – die Steine verlieren allmählich Härte und Starrheit,
werden weich mit der Zeit und beginnen Formung zu zeigen.
Dann, sobald sie, gewachsen, ein zarteres Wesen gewonnen,
ließ sich wie Menschengestalt zwar etwas erkennen, doch deutlich
nicht, nein so wie Marmor, der kürzere Zeit erst im Werk, noch
wenig behauen, und ganz den rohen Bildnissen ähnlich.
Aber, was irgendwie feucht an ihnen von Säften und erdig,
ward verwandelt als Fleisch dem Aufbau des Leibes zu dienen.
Was jedoch fest war und nicht zu beugen, das wurde zu Knochen,
was da Ader gewesen, das blieb unter gleicher Benennung.
Und nach der Götter Willen erhielten die Steine, die Mannes
Hände geworfen, Mannesgestalt in kürzester Frist und
ward das Weib durch die Würfe des Weibes wiedererschaffen.
Daher sind wir ein hartes Geschlecht, erfahren in Mühsal,
geben so den Beweis des Ursprungs, dem wir entstammen.
[inde genus durum sumus experiensque laborum
et documenta damus, qua simus origine nati.]
[I 316-415]
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