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Polystratos #3
(302 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 10.04.2023 um 16:02 Uhr (
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Fortsetzung Polystratos:
(6) [Dieser Auffassung] steht nun aber doch die einem jeden geläufige Wahrnehmung im Wege, daß, wie man sieht, auch das Größere und Kleinere nicht überall und im Verhältnis zu allen Größen dasselbe ist. Ebenso ist es mit dem Leichteren und Schwereren[,] und auch bei den übrigen Kräften verhält es sich schlechthin gleichermaßen. Denn weder das Gesunde ist für alle Menschen dasselbe noch das Bekömmliche und Schädliche und ihre Gegensätze, sondern einunddas-selbe ist für den einen gesund und bekömmlich, während es für andere die gegenteilige Wirkung hat. So müßte man nun also entweder auch dies alles für Täuschung erklären, dessen Tatsächlichkeit doch jedem, der es betrachtet, einleuchtet, oder man darf, wenn man nicht dreist genug ist, offenbare Tatsachen zu bestreiten, auch das Anständige und Unanständige nicht als eine auf Täuschung beruhende Sitte beseitigen, weil es nicht für alle dasselbe ist, wie Stein oder Gold. Die relativen Begriffe haben nicht dieselbe Geltung wie Aussagen, die sich auf die wesentliche Natur eines Dinges beziehen und keine Relation enthalten, und es verhält sich nicht so, daß die einen in Wahrheit bestehen, die andern nicht. Daher ist es töricht anzunehmen, daß entweder jene dieselbe Bedeutung hätten wie diese, oder daß nur die einen existieren, die andern dagegen nicht.
(7) Man wird nun einwenden: „Lieber Freund, was du da vorbringst, gehört zu den relativen und nicht zu den absoluten Begriffen.“ Ist das nun nicht ebenso, wird man entgegnen, wie wenn einem und demselben Körper das eine nützt, wenn er krank ist, das andere, wenn er gesund ist, und davon wieder jenes, wenn er diese, und dieses, wenn er jene Krankheit hat, das eine, wenn er sich in einem heißen und fiebrigen Zustand befindet, das andere [im entgegengesetzten Falle]? Dasselbe gilt auch von den menschlichen Handlungen; denn auch hier ist es nicht für alle zuträglich, dasselbe zu tun, sondern für die einen dies, für die andern jenes, ohne daß man deshalb alles für Täuschung erklären würde, sondern es beruht auf dem Unterschied der verschiedenen Veranlagung und der Eigenschaften jedes Einzelnen. Alle diese jener Auffassung im Wege stehenden Tatsachen außer acht zu lassen, während doch nicht nur die übrigen Menschen im Leben gemäß all dem verfahren, sondern auch die Leute selbst, welche die vorhin erwähnten Behauptungen im Munde führen, also unter Beiseitelassung dessen zu versuchen, die Menge in Dingen zu widerlegen, wo sie gar nicht geirrt hat, zu behaupten, das Anständige und Unanständige müßte für alle dasselbe sein, und da dies nicht der Fall ist, fälschlich zu sagen, es gebe derartiges überhaupt nicht, sich selbst dreist aufzuführen und andere, da diese sittlichen Begriffe für Unsinn gehalten werden, dahin zu bringen, daß sie nichts mehr getrosten Mutes tun können: bedenke, ob das nicht der Gipfel der Verkehrtheit sei! Und wie ist es wahrscheinlich, daß solche Leute irgend im Leben fortkommen oder daß sie selbst einiges Vertrauen zu ihren Handlungen haben? Nein, all das ist nur ein Spiel mit Worten[,] und wer dies mit den obigen Ausführungen erkennt, der muß sich um die Naturwissenschaft bemühen, damit wir nicht in den Bann eines der besprochenen Sätze geraten. ... Denn aus der Wahrheit allein entspringt eine sichere und unwandelbare Zuversicht und sie nur ermöglicht es, die unsinnigen und grundlosen Behauptungen der Toren zu verachten und in Wirklichkeit zu verlachen.
(Die Nachsokratiker. 2 Bde. hrsg. v. Wilhelm Nestle. Jena 1923; Bd. 1, S. 229-236)
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