α
β
γ
δ
ε
ζ
η
θ
ι
κ
λ
μ
ν
ξ
ο
π
ρ
ς
σ
τ
υ
φ
χ
ψ
ω
Α
Β
Γ
Δ
Ε
Ζ
Η
Θ
Ι
Κ
Λ
Μ
Ν
Ξ
Ο
Π
Ρ
C
Σ
Τ
Υ
Φ
Χ
Ψ
Ω
ἀ
ἁ
ά
ὰ
ᾶ
ἄ
ἅ
ἂ
ἃ
ἆ
ἇ
ᾳ
ᾷ
Ἀ
Ἁ
Ἄ
Ἅ
Ἂ
Ἃ
Ἆ
Ἇ
ἐ
ἑ
έ
ὲ
ἔ
ἕ
ἒ
ἓ
Ἐ
Ἑ
Ἔ
Ἕ
ἠ
ἡ
ή
ὴ
ῆ
ἤ
ἥ
ἢ
ἣ
ἦ
ἧ
ῃ
ῇ
ᾗ
Ἠ
Ἡ
Ἤ
Ἥ
Ἦ
Ἧ
ἰ
ἱ
ί
ὶ
ἴ
ἵ
ἲ
ἳ
ἶ
ἷ
ῖ
Ἰ
Ἱ
Ἴ
Ἵ
Ἶ
Ἷ
ὀ
ὁ
ό
ὸ
ὄ
ὅ
ὂ
ὃ
Ὀ
Ὁ
Ὄ
Ὅ
Ὂ
Ὃ
ῥ
ὐ
ὑ
ύ
ὺ
ὔ
ὕ
ὒ
ὓ
ὖ
ὗ
ῦ
Ὑ
Ὓ
Ὕ
Ὗ
Ῠ
Ῡ
Ὺ
Ύ
ὠ
ὡ
ώ
ὼ
ὤ
ὥ
ὢ
ὣ
ὦ
ὧ
ῳ
ῶ
ῷ
ᾧ
ᾤ
Ὠ
Ὡ
Ὤ
Ὥ
Ὢ
Ὣ
Ὦ
Ὧ
Schließen
Bewegen
?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Forumübersicht
/
Neuer Beitrag
/
Zurück zum Wörterbuch
Kallisto #4
(317 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 06.04.2023 um 15:00 Uhr (
Zitieren
)
Ovid in seinen Metamorphosen fährt fort:
Wär’ sie nicht Jungfrau, so konnte Diana die Schuld an unzähligen
Zeichen erkennen: Die Nymphen, so sagt man, erkannten sie alle.
Neunmal waren die Hörner des Mondes zur Scheibe erwachsen,
als die Göttin, matt von der Jagd, von den Strahlen des Bruders,
fand einen kühlen Hain, in dem ein Bach mit Gemurmel
sanft dahinglitt und mit den Körnern des Sandes sein Spiel trieb.
Preisend den Ort hier taucht ihren Fuß sie leicht in die Wellen,
preist dann auch diese und ruft: „Ein jeder Zeuge ist fern hier!
Laßt uns den nackten Leib mit dem klaren Naß überspülen!“
Rot wird Arcadiens Kind. Sie entledigen sich alle der Hüllen.
Eine sucht zu verziehn. Der Zögernden nimmt man das Kleid, und
da es entfernt, offenbart an dem nackten Leibe die Schuld sich.
„Weiche du ferne von hier, entweihe den heiligen Quell nicht!“
spricht zu der Vernichteten, die mit den Händen will decken den Schoß, die
Herrin des Cynthus und heißt aus dem Kreise der Ihren sie scheiden.
Lang hatte dies schon bemerkt des großen Donnerers Ehweib
und auf gelegene Zeit die schwere Bestrafung verschoben.
Jetzt ist kein Grund mehr zu zögern, schon hatte die Kebse – und eben
dies war der Juno Schmerz – den Knaben Arcas geboren.
Wütend die Augen, den Sinn dorthin auf jene gerichtet,
spricht sie: „Buhlerin, dies, wahrhaftig, es fehlte noch eben,
daß du noch fruchtbar wirst und durch diese Geburt meine Unbill
allen würde bekannt und bezeugt meines Juppiters Schande.
Straflos geht dir’s nicht hin. Die Gestalt, durch die du dir selbst und,
Lästige du, meinem Gatten gefällst, ich werd‘ sie dir nehmen!“
Sprach es, faßte sie vorn an der Stirn in die Haare und riß vorn-
über sie nieder zu Boden. Die Arme streckte sie flehend
aus – die Arme beginnen von schwarzen Borsten zu starren,
krumm zu werden die Hände und auszuwachsen in Krallen
und der Füße Geschäft zu versehn, das Antlitz, das einst ein
Juppiter pries, entstellt zu werden von klaffendem Rachen.
Daß sie mit Bitten, mit bittendem Wort die Gemüter nicht rühre,
wird ihr die Sprache geraubt; es bricht ihr rauh aus der Kehle
zornesmütig drohend und schreckenerregend die Stimme.
Doch der frühere Sinn, er blieb der Bärin-Gewordenen,
und sie bezeugt ihren Schmerz mit unaufhörlichem Seufzen,
hebt ihre Hände, so wie sie sind, zu den Sternen, zum Himmel,
Juppiter, den sie so nicht nennen kann, sie empfindet ihn herzlos.
Ach, wie oft nicht hetzt durch Gefels sie das Bellen der Hunde,
und die Jägerin flog erschreckt vor den Jägern!
Oft, wer sie sei, vergessend, verbarg sie beim Anblick von Wild sich,
und der Bärin graut, die Bären erblickt in den Bergen,
und sie fürchtet die Wölfe, obgleich unter ihnen ihr Vater (1).
Siehe! Lycaons Enkel, unwissend, wer ihn geboren,
Arcas ist da und mochte wohl fünfzehn Jahre nun zählen.
Da er dem Wildbret folgt, da günstigen Jagdgrund er auswählt
und mit dem knotigen Netz die Wälder Arcadiens mustert,
stößt auf die Mutter er so; sie verhält, als sie Arcas erblickt hat,
steht wie eine vor ihm, die erkennt. Es flüchtete Arcas,
fürchtete ahnungslos die Augen, die endlos und starr auf
ihn nur gerichtet, und war im Begriff, der zu nahen Gewillten
schon in die Brust zu bohren das wundenschaffende Eisen.
Doch der Allmächtige [omnipotens] hindert’s, er hebt sie selbst und die Untat
auf, entrafft sie mit raschem Wind durch die Leere des Raumes,
setzt an den Himmel und läßt zu Nachbargestirnen sie werden.
Aufschwoll Juno im Zorn, als so unter Sternen die Kebse
glänzte; sie stieg hinab zur ergrauten Tethys, dem greisen
Meergott Oceanus, denen auch Götter oftmals schon Ehrfurcht
zeigten, und hebt hier an, als den Grund ihrer Fahrt sie erfragen:
„Forscht ihr, warum denn
ich
, die Fürstin der Götter im Äther,
hier mich zeige? – Es herrscht für mich eine Andre im Himmel!
Lügnerin heißt mich, sehr ihr nicht selbst, sobald nur den Erdkreis
Nacht verdunkelt, zuhöchst am Himmel die Sterne, die kürzlich –
Wunden für mich! – zu Ehren gekommen: dort, wo in kleinstem
Abstand der letzte der Kreise das Ende der Achse umrundet.
Gibt es da einen noch, der sich fürchte, die Juno zu kränken,
der die beleidigte scheu, da zu schaden gewillt, ich nur nütze!
O, wie weit ich’s gebracht! Wie weit erstreckt meine Macht sich!
Mensch zu sein wehrte ich ihr – sie ward zur Göttin! So leg‘ ich
Strafen den Schuldigen auf, so sieht meine große Gewalt aus!
Mocht‘ er verlangen ihr altes Gesicht, ihr das tierische Aussehn
nehmen, wie er es tat mit der Schwester des Königs von Argos (2).
Ha, warum führt er sie nicht, nachdem er Juno verstoßen,
ein in mein Ehegemach und nimmt sich Lycaon zum Schwäher?
Ihr jedoch, wenn euch bewegt eures Ziehkinds schmähliche Kränkung,
laßt in die bläuliche Tiefe die Sterne des Nordens nicht tauchen,
haltet fern das Gestirn, das der Himmel zum Lohn seiner Unzucht
aufnahm, damit in der reinen Flut sich nicht netze das Kebsweib!“
[II V. 409-530]
(1) Lycaon galt als Werwolf.
(2) die in eine Kuh verwandelte Io
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild:
Pyramiden von Gizeh
Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.
Forum Code:
[b]fett[/b]
[i]kursiv[/i]
[u]unterstrichen[/u]
[strike]durchgestrichen[/strike]
[sup]hochgestellt[/sup]
[sub]tiefgestellt[/sub]
[quote]Text zitieren[/quote]
[wb]Wörterbuch-Link[/wb]