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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Dreiecksbeziehung Otho - Poppaea - Nero #2 (336 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 25.03.2023 um 14:37 Uhr (Zitieren)
2. Sueton: Kaiserviten, Otho

[...] Er [sc. Otho] war es auch, der Poppaea Sabina, die damals Neros Geliebte war – er hatte sie ihrem Gatten weggenommen und ihm in der Zwischenzeit anvertraut, er war mit ihr zum Schein eine Ehe eingegangen – bei sich aufnahm. Es genügte ihm nicht, sie verführt zu haben, er verliebte sich so sehr in sie, daß er nicht einmal Nero als Rivalen so einfach hinnehmen wollte.
Doch man glaubt wenigstens, er habe nicht nur die Leute, die geschickt worden waren, sie zu holen, nicht empfangen, sondern er habe Nero persönlich einmal draußen vor der Tür stehen lassen; dem habe seine Mischung von Drohungen und Bitten auch nichts genützt, und vergeblich habe er sie, die er bei ihm sicher untergebracht wußte, zurückgefordert.
Deshalb wurde die Ehe annulliert und Otho als Statthalter nach Lusitanien geschickt. Das schien hinreichend, damit nicht durch eine härtere Bestrafung die ganze Komödie allgemein bekannt werde; dennoch brachte sie folgendes Distichon in die Öffentlichkeit:

“cur Otho mentito sit, quaeritis, exul honore?
uxor moechus coeperat esse suae.

Ihr wollt wissen, warum Otho mit erlogener Ehre ins Exil geschickt wurde?
Es war so, daß er mittlerweile Ehebruch mit seiner eigenen Frau beging.“

[3, 1 f.]


3. Plutarch: Parallele Leben, Galba

[...] so war Otho wegen seiner Ehe mit Poppaea in Rom bekannt geworden. In sie, die mit Crispinus vermählt war, hatte sich Nero verliebt. Weil er aber noch Scheu vor seiner Gemahlin und Furcht vor seiner Mutter empfand, so schickte er insgeheim Otho ab, um Poppaea zu verführen. Denn er hielt sich Otho wegen seiner Zuchtlosigkeit als Freund und Gesellschafter und hatte seinen Spaß daran, wenn er von ihm oft wegen seine Sparsamkeit und Knauserei verspottet wurde. [...]
Er [sc. Otho] verführte also Poppaea noch vor Nero, verlockte sie mit den Aussichten auf ihn und brachte sie dazu, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Nachdem sie als seine Ehefrau zu ihm gekommen war, begnügte er sich nicht damit, ihr Mitbesitzer zu sein, sondern war erbost, daß er sie mit einem andern teilen sollte; und wie es heißt, war auch Poppaea diese Eifersucht nicht unwillkommen, denn sie soll sich, auch wenn Otho abwesend war, vor Nero verschlossen haben, sei es, um eine Übersättigung am Genuß zu vermeiden, oder sei es, daß sie, wie einige sagen, aus Zuchtlosigkeit keine Lust hatte, sich mit dem Kaiser zu vermählen, aber nicht abgeneigt war, ihn zum Liebhaber zu haben. Hierdurch kam Otho in Lebensgefahr, und es war gegen alle Erwartung, daß Nero, der wegen der Verbindung mit Poppaea seine Frau und Schwester umgebracht hatte, Otho verschonte.

[19, 2-5]

Ehebruch mit der eigenen Frau zu begehen, das hört man nur selten.
 
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