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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Valeria Messalina #7 (333 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 25.03.2023 um 14:33 Uhr (Zitieren)
II. DER BERICHT DES SUETON (1. Hälfte 2. Jhdt. u.Z.): Kaiserviten: Claudius

26. [...] Nach diesen (15) wurde Valeria Messalina, die Tochter seines Vetters Barbatus Messala, seine [sc. des Claudius] Frau. Als er aber erfahren hatte, daß sie neben anderen entehrenden Schandtaten auch noch den C. Silius geheiratet hatte und unter Anwesenheit der Auguren einen Ehevertrag über die Mitgift besiegelt worden war, ließ er sie hinrichten und versicherte in einer Versammlung vor den Praetorianern, er werde, da ihm die Ehen schlecht bekommen seien, Junggeselle bleiben und werde zulassen, daß sie ihn eigenhändig erstächen, wenn er das nicht für alle Zeiten bleibe. [...] (16)

29. [...] Dem folgenden geht jede Glaubwürdigkeit ab: Er [sc. Claudius] soll bei der Ehe, die Messalina mit ihrem Hausfreund [adulter] Silius eingegangen war, sogar selbst den Ehevertrag unterzeichnet haben; dazu habe man ihn durch die Behauptung gebracht, alles geschehe nur zum Schein und aus der Absicht heraus, eine Gefahr, die ihm gewisse unheilvolle Wunderzeichen für die nächste Zukunft in Aussicht gestellt hätten, von ihm abzuwenden und auf jemand anderen zu übertragen.

37. [...] Ebenso soll man dem Appius Silanus den Untergang bereitet haben: Messalina und Narcissus hatten sich verschworen, ihn aus dem Weg zu räumen, deshalb hatten sie die Rollen folgendermaßen verteilt: Der eine stürzte noch vor Tagesanfang wie jemand, den der Schlag getroffen hat, ins Schlafzimmer seines Patrons und versicherte, er habe geträumt, diesem sei von Appius Gewalt angetan worden; Messalina tat ganz erstaunt und erzählte, auch ihr erscheine bereits seit einigen Nächten dasselbe Traumgesicht. Und nicht viel später wurde – ganz wie man verabredet hatte – gemeldet, Appius sei im Anmarsch; dem war tags zuvor aufgetragen worden, sich zu diesem Zeitpunkt einzufinden; so bewahrheitete sich sozusagen der Traum völlig. Und Claudius zögerte am folgenden Tag nicht, dem Senat den Ablauf der Ereignisse zu schildern und seinem Freigelassenen dafür zu danken, daß er sogar im Schlafe über sein Wohl wache.

39. Neben anderen Dingen haben sich die Menschen über seine Vergeßlichkeit und seine Unüberlegtheit gewundert, oder um es mit den griechischen Begriffen zu sagen, über seine μετεωρίαν und ἀβλεψίαν. So erkundigte er sich nach der Ermordung der Messalina, kurz nachdem er sich zu Tische gelegt hatte, warum seine Gattin nicht komme. [...]

(Sueton: Die Kaiserviten. Hrsg. v. Hans Martinet. Düsseldorf/Zürich 1997, S. 595, 601, 611, 613)

(15) Plautia Urgulanilla und Aelia Paetina
(16) Sueton berichtet im folgenden, wie Claudius dennoch Agrippina heiratete.
 
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