Γραικύλος schrieb am 01.03.2023 um 13:29 Uhr (Zitieren)
Kann uns diese Ballade Friedrich Schillers heute noch etwas sagen?
Re: Die Kraniche des Ibykus #1
Marcella schrieb am 01.03.2023 um 15:11 Uhr (Zitieren)
Die eher nicht, aber der "Taucher" oder der "Ring des Polykrates" schon.
Diese Frage gilt bald wohl für das gesamte klassische Balladengut: Thematisch und sprachlich nicht mehr recht zugänglich.
Schiller hat an Balladen nicht immer erste Qualität geliefert. Der "Gang zum Eisenhammer" allerdings ist fast schon wieder gut. Das hellt die Stimmung auf.
Re: Die Kraniche des Ibykus #1
Marcella schrieb am 01.03.2023 um 21:11 Uhr (Zitieren)
Γραικύλος schrieb am 02.03.2023 um 12:04 Uhr (Zitieren)
Der Ring des Polykrates ist in der Tat von anderer Qualität.
Ihn habe ich hier schonmal vorgestellt. Auf meiner ständigen Suche nach Texten aus der oder zur Antike sind mir diesmal die Kraniche aus Korinth über den Weg geflogen.
Was hast Du nur für Probleme mit den Links? Wenn Markieren --> Kopieren --> Einfügen, an sich keine Magie, nicht funktioniert, dann muß da ein Fluch am Werke sein.
Re: Die Kraniche des Ibykus #1
filix schrieb am 02.03.2023 um 12:36 Uhr (Zitieren)
Dass Täterwissen den Täter überführt, ist seit Schiller, der ja einige kriminalistische Neigung besaß, zur Folklore der von Verbrecherjagd notorisch faszinierten Unterhaltung der Gegenwart herabgesunken, und auch, dass das Theater ein Ort wenn nicht der Gerechtigkeit, so doch wenigstens der Aufarbeitung ungesühnten Unrechts (wenngleich zumeist in größerem Maßstab) sein kann, ist nicht uns nicht gänzlich fremd. Goethe lobte die Ballade übrigens, um gleich darauf Verbesserungsvorschläge anzubringen.
Re: Die Kraniche des Ibykus #1
Γραικύλος schrieb am 03.03.2023 um 12:53 Uhr (Zitieren)
Ja, Schiller und seine kriminalistische Neigung - er hat ja auch eine Auswahl des Pitaval herausgegeben.