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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Todesstrafe im Judentum (330 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 15.12.2022 um 13:57 Uhr (Zitieren)
ἐὰν δὲ πατάξῃ τίς τινα, καὶ ἀποθάνῃ, θανάτῳ θανατούσθω.

Wer einen Menschen schlägt, so daß er stirbt, soll getötet werden.

Exodus 21, 12]

Das zeigt, daß die populäre Übersetzung des 5. Gebots mit "Du sollst nicht töten" falsch sein und durch "Du sollst nicht morden" ersetzt werden muß.
Auch für Zauberei und Homosexualität war die Todesstrafe vorgeschrieben.
Re: Die Todesstrafe im Judentum
Marcella schrieb am 16.12.2022 um 14:08 Uhr (Zitieren)
Das AT kennt jede Menge Beispiele für außergerichtliche Tötungen. Einmal lässt Gott in einem seiner maßlosen Zornesausbrüche 42 ungezogene Jungs von Bären fressen, weil sie den Propheten Elias wegen dessen Glatze gehänselt hatten.

Oder im Buch Richter, da dezimiiert Israel sich selber um den Stamm Benjamin. (Vielleicht nicht komplett, denn es soll nachher trotz weitere Ausrottungsmaßnahmen noch Benjaminiter gegeben haben."

Richter 20,34 Darauf rückten zehntausend ausgewählte Männer aus ganz Israel gegenüber Gibea heran. Es gab einen schweren Kampf; die Benjaminiter erkannten nicht, dass das Unheil sie ereilte.
Ri 20,35 Der Herr schlug die Benjaminiter vor den Augen Israels und die Israeliten machten an jenem Tag fünfundzwanzigtausendundeinhundert Mann aus Benjamin nieder, alles mit Schwertern bewaffnete Krieger.
Re: Die Todesstrafe im Judentum
Marcella schrieb am 16.12.2022 um 17:33 Uhr (Zitieren)
Sorry, nicht Prophet Elias , sondern Prophet Elisa, 2.Könige 2,23 ff. Hm.
Re: Die Todesstrafe im Judentum
Marcella schrieb am 18.12.2022 um 12:31 Uhr (Zitieren)
In 2.Mose, 21 , 12 ff. sind verschiedene Todesstrafen für Delikte vorgesehen: Mord, Schlagen oder Verfluchen der Eltern, Entführung, Hexentum, Sodomie (im Sinne von Geschlechtsverkehr mit Tieren), Darbringen von Opfern an andere Götter. Diese Tötungsgebote
setzen eine funktionierende Gerichtsbarkeit voraus.
Re: Die Todesstrafe im Judentum
Γραικύλος schrieb am 19.12.2022 um 12:40 Uhr (Zitieren)
Das ist selbstverständlich richtig ... und eine echte Herausforderung für jeden buchstäblich Bibelgläubigen.
Re: Die Todesstrafe im Judentum
Γραικύλος schrieb am 19.12.2022 um 15:53 Uhr (Zitieren)
Hier sind die von Marcella erwähnten Stellen aus Exodus:
Wer einen Menschen schlägt, so daß er stirbt, soll getötet werden.
Hat er dies aber nicht vorsätzlich getan, sondern Gott hat es seiner Hand so widerfahren lassen, so bestimme ich dir eine Stätte, wohin er fliehen kann.
Hat aber jemand seinen Nächsten freventlich, mit bewußter Absicht getötet, so sollst du ihn von meinem Altar wegholen, auf daß er sterbe.
Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.
Wer einen Menschen raubt und ihn verkauft und dabei entdeckt wird, soll des Todes sterben.
Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, ist des Todes.
[...]
Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau so stößt, daß sie sterben, dann soll das Rind gesteinigt werden! Man darf sein Fleisch nicht essen; der Herr des Rindes aber ist straffrei.
Wenn das Rind schon längere Zeit hindurch stößig war und sein Besitzer verwarnt wurde, so soll das Rind, falls es einen Mann oder eine Frau tötet, gesteinigt werden, und auch der Besitzer sei des Todes.
[...]
Eine Zauberin darfst du nicht am Leben lassen.
Jeder, der einem Tiere beiwohnt, sei des Todes.
[...]
Eine Witwe oder einer Waise sollt ihr nicht unterdrücken.
Wenn du sie aber irgendwie unterdrückst, und sie schreit zu mir, fürwahr, ich werde auf ihr Schreien hören.
Mein Zorn entbrennt dann; ich werde euch mit dem Schwerte töten, und eure Frauen werden Witwen und eure Kinder Waisen.

(Exodus 21, 12-16; 28 f.; 22, 17 f.; 21-23)

Irgendwo steht auch noch etwas über Homosexuelle (männliche!), die ebenfalls dem Tode verfallen.
 
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