Amastris von Herakleia (340/39 – 284 v.u.Z.)
Die Perserin Amastris war die Tochter des Oxyartes, des Bruders des letzten Großkönigs des Perserreiches, Dareios III., und wurde nach der Schlacht von Issos (333
v.u.Z.) zusammen mit der Familie des Dareios gefangengenommen. Bei der Hochzeit von Susa (324
v.u.Z.) wurde sie mit dem General Krateros verheiratet. Dies war aber erst der Beginn ihrer Karriere, die sie zur Königin von Herakleia Pontike am Schwarzen Meer machte.
1. Arrian: Anabasis
In Susa feierte Alexander auch Hochzeit, die eigene und die seiner Freunde. [...] Krateros erhielt Amastrine [Ἀμαστρίνη], die Tochter des Oxyatros, eines Bruders von Dareios [...].
[VII 4, 5]
2. Diodorus Siculus: Griechische Weltgeschichte
[...] Ähnlich hatte auch Lysimachos seine Streitmacht [im Kampf gegen Antigonos Monophthalmos] zur Überwinterung auf die sogenannte Ebene von Salonia verteilt. Verpflegung konnte er sich reichlich aus Herakleia kommen lassen, da er mit den Herakleoten verwandtschaftliche Bande geknüpft hatte, denn er hatte Amastris, die Tochter des Oxyartes, die Nichte des Dareios, geheiratet, die vorher von Alexander Krateros zur Frau gegeben worden war und um diese Zeit in der Stadt regierte. [...]
[XX 109, 6 f.]
3. Strabon: Geographica
[...] Amastris was the wife of Dionysius the tyrant of Heracleia and the daughter of Oxyarthres, the brother of the Dareius whom Alexander fought. Now she formed the city out of four settlements, Sesamus and Cytorum an Cromna (which Homer mentions in his marshalling of the Paphlagonian ships ) and, fourth Ticium. This last, however, soon revolted from the united city, but the other three remained together; and, of these three, Sesamus is called the acropolis of Amastris. [...]
[XII 12, 3, 10 (C 544)]
4. Polyainos: Strategika
Alexandros, Sohn des Lysimachos und der Amestris, wollte nach Kotiaëion in Phrygien gelangen, ohne von jemandem erkannt zu werden. Er versteckte daher nachts sein Gefolge in einer Schlucht nahe bei der Stadt, legte bei Tagesanbruch einen groben und schmutzigen phrygischen Mantel an, setzte einen Hut auf, nahm zwei Sklaven mit, von denen jeder ein Bündel Holz zu tragen und einen Dolch unter den Arm zu nehmen hatte, und ging durch das Tor, wo man ihn für einen Landmann hielt. Sobald er in der Stadt war, legte er den Hut ab. Er wurde erkannt und grüßte alle freundlich, als käme er der Stadt zum Heil. Bald aber drangen diejenigen, die er versteckt hatte, wie verabredet war, durch das geöffnete Tor ein und nahmen Kotiaëion in Besitz.
[VI 6, 12]
Ich habe in den Quellen nicht so viel über sie gefunden, wie Wikipedia (z.T. ohne Quellenangabe) über sie weiß.