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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Mördersekte der Sikarier (445 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 29.11.2022 um 13:01 Uhr (Zitieren)
Flavius Josephus, De bello Iudaico II 13, 3 (254):
Kaum war das Land gesäubert, da wuchs in Jerusalem eine neue Gattung von Räubern empor, die sogenannten Sikarier [σικάριοι]. (1) Am hellichten Tag und mitten in der Stadt mordeten sie Menschen, besonders an den Festen mischten sie sich unter die Menge und stachen mit kleinen Dolchen, die sie unter ihren Kleidern verborgen hatten, ihre Gegner nieder. Brachen diese dann zusammen, so verwandelten sich die Mörder in einen Teil der aufgebrachten Menge, schienen sie doch allenthalben auf Grund ihrer Biederkeit völlig unverdächtig.

Ihr erstes Opfer war der Hohepriester Jonathan (2), nach ihm wurden täglich viele umgebracht; aber noch schlimmer als die Mordfälle selbst war die Furcht davor, denn jeder erwartete, wie im Krieg, stündlich seinen Tod. Man erspähte schon von ferne die etwaigen Gegner, und auch den Freunden, die herantraten, traute man nicht mehr; trotz allen Argwohns und aller Vorsichtsmaßnahmen geschahen Morde, so rasch handelten die Meuchelmörder und so wohl verstanden sie, verborgen zu bleiben.

(Flavius Josephus: De bello Judaico – Der jüdische Krieg. 4. Bde. Hrsg. v. Otto Michel & Otto Bauernfeind. Darmstadt ³1982; Bd. 1, S. 232 f.)

(1) Sie haben ihren Namen von dem kurzen, krummen Dolch (sica), dessen sie sich bedienten; die zur Zeit Sullas erlassene lex Cornelia de sicariis verwendet diesen Begriff ebenfalls zur Bezeichnung waffentragender, aufständischer Elemente. Die Sikarier galten als Teil der Zeloten („Eiferer“). Sie spielten bei dem jüdischen Aufstand unter Nero eine Rolle und sind bis zum Jahr 74 u.Z. nachweisbar.
(2) zur Zeit des Kaisers Nero
 
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