Diocletian und der Vorteil des Machtverzichts (305 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 12.11.2022 um 13:18 Uhr (Zitieren)
Michel de Montaigne, Essais I 46:
Kaiser Diocletian hatte sich nach zwanzigjähriger Regierung 305 u.Z. ins Privatleben in seinem Palast in Spalato (Salona) zurückgezogen. Wegen eingetretener Wirren unter seinen Nachfolgern kam es 308 zu einer Konferenz in Carnuntum, bei der man ihn bat, doch ins Amt zurückzukehren.
(Michel de Montaigne: Essais. Übersetzt von Hans Stilett. Darmstadt 1999, S. 136 f.)
Die Anekdote geht zurück auf einen Bericht in der „Epitome de Caesaribus“ (Ps.-Aurelius Victor 39,6), wo es heißt: „Utinam Salonae possetis visere olera nostris manibus instituta, profecto numquam istud temptandum iudicaretis.“
Man sagt, daß auf diese Anekdote der berühmte Schlußsatz von Voltaires Candide zurückgehe: "'Wohl gesprochen', erwiderte Candide. 'Nun aber müssen wir unsern Garten bestellen.'"
Re: Diocletian und der Vorteil des Machtverzichts
Γραικύλος schrieb am 13.11.2022 um 22:01 Uhr (Zitieren)