Γραικύλος schrieb am 09.11.2022 um 13:11 Uhr (Zitieren)
Tibull, Carmina I 35-50:
(Tibull und sein Kreis. Hrsg. v. Wilhelm Willige. München 1966, S. 26-29)
Ich danke Marcella für ihren Hinweis. Sie hat auch darauf aufmerksam gemacht, daß für Tibull der Seehandel eine entscheidende Rolle für den Wechsel spielt.
Mein Staunen gilt dem Umstand, daß man dieses Goldene Zeitalter mit dem gar nicht so goldenen Kronos/Saturn verbunden hat.
Re: Tibull über das Goldene Zeitalter
Marcella schrieb am 10.11.2022 um 16:28 Uhr (Zitieren)
Eine ausführliche Variante des Mythos vom Goldenen Zeitalter, unseren völlig verkommenen Zeiten bis zum notwendigen nahen (Welt-)Untergang bietet Pseudo-Seneca in seiner "Octavia", V. 393 ff. Nunc adest mundo dies/ supremus ille" usw.
Die seit Hesiod u.a. aus Vergils 4. Ekloge bekannte Astraea/Dike kann angesichts der verwilderten Sitten und der blutbesudelten Hände nur noch fliehen :
"Neglecta terras fugit et mores feros/
hominum et cruenta caeda pullutas manus/
Astraea virgo."
Offenbar geißelt der Nero-Zeigenosse seine eigene Zeit mit so düsteren Worten.