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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Das Monster unterm Bett
(480 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 01.11.2022 um 22:57 Uhr (
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Die Sklaverei war für Griechen wie für Römer das Monster unterm Bett, der Schrecken, der sich immer wieder anschlich. Man konnte nie vollkommen sicher sein, dass man nicht selbst irgendwann versklavt werden würde. Zur Hölle standen viele Türen offen, auch für die Freigeborenen. Wurde die eigene Stadt oder das Land vom Krieg heimgesucht, in der Antike eine fast alltägliche Erfahrung, so wurde man im Falle einer Niederlage zur Beute der siegreichen Armee.
Die lateinische Maxime
vae victis
(„Wehe den Besiegten!“) beschrieb es trefflich. Die ältesten Legenden schon zeigten, dass es kein Mitleid mit der heute so genannten „Zivilbevölkerung“ geben würde. In Euripides'
Die Troerinnen
irren wir zwischen der rauchenden Asche Trojas und der Verzweiflung der Königin und ihrer Gefährtinnen umher, die unter den einfallenden Generälen verlost wurden. Am Tag zuvor waren sie noch in luxuriöse Gewänder gehüllt und wurden mit Verbeugungen empfangen. Nach der Gemetzelnacht und der Eroberung schleiften die Griechen sie an den Haaren, teilten sie unter sich auf und vergewaltigten sie.
Wurde man auf dem Seeweg von Piraten überfallen, ein Sammelbegriff für alle möglichen Feinde oder Übeltäter zu Schiff, hatte man kaum eine Chance, der Sklaverei zu entkommen.
Wurde man auf dem Festland entführt, dann meistens ohne Lösegeld; eher wurde man an einen Händler verkauft, das ging schneller und war weniger gefährlich. Dieser grausame Handel mit Menschen, die man aus ihrem freien Dasein riss, wurde zu einem sehr lukrativen Geschäft, mit dem schnelles Geld zu machen war. Im Plautus‘ Komödien geht es oft um entführte Kinder, getrennte Geschwister oder Eltern, die über der Su-che nach ihren Kindern alt geworden waren und sie schließlich als Sklaven oder Prostituierte im Hause des Schurken vom Dienst vorfanden.
Geriet man finanziell in Bedrängnis, konnten Gläubiger einen zur Not verkaufen, um die Schulden einzutreiben.
Wollte sich ein Mächtiger an einem rächen, hatte er die Wahl, einen zu töten oder, wenn er noch grausamer war, einem Händler zu übergeben. Der Philosoph Platon erfuhr dieses Schicksal am eigenen Leib. Es heißt, dass er während seines Aufenthalts in Sizilien den Tyrannen Dionysius mit einer bissigen Bemerkung über dessen Herrschaft und Unwissenheit erzürnte. Dionysius wollte ihn hinrichten lassen, aber sein Schwager Dion, ein Schüler des Philosophen, bestand darauf, dessen Leben zu schonen. Um ihn dennoch zu bestrafen, wurde er auf die Insel Ägina gebracht, um dort auf dem regen Sklavenbasar verkauft zu werden. Zum Glück hatte die Sache ein gutes Ende: Er wurde von einem Philosophenkollegen gekauft, dem Anhänger einer anderen Denkschule, der ihn schließlich gedemütigt, aber frei zurück ins heimatliche Athen ziehen ließ.
(Irene Vallejo: Papyrus. Die Geschichte der Welt in Büchern. Zürich 2022, S. 446-448)
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