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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Juden und Alexandriner vor Kaiser Trajan (372 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 17.10.2022 um 16:24 Uhr (Zitieren)
Protokollakte einer Gesandtschaftsreise ca. 110-115 u.Z., in einer literarischen Überlieferung aus dem 3. Jhdt. u.Z.:
(Col. I) ... Dionysios, der mehrere Prokuratoren-Stellen innehatte, und Salvius, Iulius Salvius, Timagenes, Pastor, der Gymnasiarch, Iulius Phanias, Philoxenos, der gewählte Gymnasiarch, Sotion, der Gymnasiarch, Theon, Athenodoros und Paulus aus Tyros, der den Alexandrinern seine Dienste als Anwalt angeboten hatte.

die Juden davon erfuhren, wählten sie ebenfalls eine Gesandtschaft aus ihrer eigenen Gruppe, und dazu wählten sie Simon, Glaukon, Theudes, Onias, Kolon, Iakoumbos, mit Sopatros aus Antiochia als ihrem Anwalt.

Sie fuhren aus der Stadt (= Alexandria) ab und jede Gesandtschaft führte ihre eigenen Götter mit, die Alexandriner (eine Büste des Serapis, die Juden) ...

(Col. II) ... Er sprach mit ihren Begleitern. Und als der Winter vorüber war, kamen sie in der Stadt Rom an. Der Kaiser erfuhr, dass die jüdische und die alexandrinische Gesandtschaft angekommen war, und er setzte den Tag fest, an welchem er beide Parteien anhören wollte. Und Plotina (1) beeinflusste die Senatoren dahingehend, damit sie die Sache der Alexandriner abwiesen und die Juden unterstützen sollten.

Jetzt grüßten die Juden, die als Erste auftreten sollten, den Kaiser Trajan und der Kaiser erwiderte die Grüße mit größter Herzlichkeit, da er ebenso von Plotina beeinflusst worden war. Er, wie dem auch gewesen sein mag, traf die (= Alexandriner) nicht, sondern sagte: „Sagt ihr etwa ‚Heil Dir!‘ zu mir, so als ob ihr es verdienen würdet, einen Gruß (von mir) zu erhalten, nach all dem, was ihr den Juden angetan habt? ...“

(Col. III... ... die Juden ... (Trajan sagte:) „Ihr müsst begierig sein, zu sterben, und eine Missachtung für den Tod haben, wenn ihr mir mit solcher Frechheit antwortet.“ Hermaiskos sagte: „Warum, es bedrückt uns zu sehen, dass dein consilium (= beratende Senatoren um den Kaiser) mit gottlosen Juden gefüllt ist.“

Der Caesar sagte: „Das ist das zweite Mal, Hermaiskos, dass ich Dich ermahne, weil Du, Dich auf Deine hohe Abstammung stützend, mir frech antwortest.“ Hermaiskos sagte: „Was meinst Du damit, ich würde Dir frech antworten, größter Kaiser? Erkläre mir das!“ Der Caesar sagte: „Weil Du vorgibst, mein consilium sei mit Juden gefüllt.“ Hermaiskos (sagte): „Dann ist also das Wort ‚Jude‘ eine Beleidigung für Dich? In diesem Fall solltest Du Deinen eigenen Leuten helfen und nicht den Verteidiger der gottlosen Juden spielen.“

Als Hermaiskos dies sagte, begann plötzlich die Büste des Serapis, die sie mitgebracht hatten, zu schwitzen / zu weinen (?). Und Trajan war verwundert, als er dies sah. Und bald erhoben sich aufrührerische Gruppen in Rom und zahlreiche Schreie waren zu hören und jeder begann, auf die höchsten Plätze der Hügel zu flüchten. ...

(Col. IV) ... ... unter Claudius der Gott ...

[Papyrus]

(Antiker Alltag. Papyri und Ostraka aus der römischen Kaiserzeit. Hrsg. v. Patrick Reinard. Wiesbaden 2021, S. 110 f.)

(1) Gattin des Trajan
 
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