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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Acta Pauli et Antonini (270 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 30.09.2022 um 14:52 Uhr (Zitieren)
Fragment einer Verhandlung vor Kaiser Hadrian, die Unruhen zwischen Alexandrinern und Juden betreffend, von denen hier schon die Rede war.
(Col. I) Paulus sprach über den König, wie sie ihn vorführten und verspotteten (?). Und Theon verlas ein Edikt des Rutilius Lupus (= praefectus Aegypti), mittels welchem ihnen befohlen wurde, ihn (= den König) zu Lupus zu bringen, um sich über den König des Schauspiels und der Pantomimen lustig zu machen. Nachdem sie dies dargelegt / berichtet (?) hatten, erwiderte der Kaiser zu Paulus und unseren Leuten das Folgende: „Mir wurde (?) in solchen großen Unruhen ... in dem Dakischen Krieg ... ... Männern, 60 an der Zahl (?) ... ... ...

(Col. II) Der Caesar erwiderte den Juden: „Ich habe gelernt ... ... über den Krieg ... wenige und über Anthimos ... wurde dem Herrn (= Trajan?) gezeigt, unter dem ... der Krieg ausgebrochen war, weil das auch ... nach (?) (seiner?) Reise passiert ist.“ Die Juden (sagten): „Sie ergriffen sie aus dem Gefängnis ... und verwundeten sie.“ Der Caesar sagte: „Ich ließ diese Geschehnisse (?) untersuchen, und nicht alle Alexandriner, sondern nur die, die dafür verantwortlich sind, sollen rechtlich belangt werden ...“ Die Juden (sagten): „... die Pietätlosigkeit Theon ... ... Imperator, deine Milde ... Das über die ... mehr als diese ... ... uns über diese Angelegenheiten (?) ... ... ... Herr, die Alexandriner und ... Sklaven und die Alexandriner ... ...

(Col. III) (Antoninus (?) sagte): „... keiner der Alexandriner hat ... oder um sie eine Träne vergossen, die doch allen Menschen gegeben ist, sodass, wenn man nun einige aus Alexandria verbannen wollte, nicht weniger und ... ... die verhafteten Personen sind, nicht – wie sie (= die Juden) behaupten – von uns, sondern von ihnen gefasst worden; das hat zu einer falschen Anschuldigung gegen uns geführt. Nun wurden alle (Sklaven), die zu ihren Herren geflohen waren, um sich in Sicherheit zu bringen, von diesen vor Gericht gestellt und bestraft.“ Die Juden sagten: „Herr, sie lügen. Sie wissen gar nicht, wie viele Männer dort anwesend waren.“ Der Kaiser sagte zu den Juden: „... ... ihr könnt es (?) nicht wissen (?) Alexandriner sind ... Alexandriner ... ... ... mein Präfekt zeigt in dem Erlass, welchen er ... veröffentlicht / geschrieben (?) hat, dass es möglich ist (?) ... Denn die eine Verfehlung begehenden Sklaven ... ... Denn alle und (?) ... die Griechen und ich selbst ... ... die alten Sklaven ... ... Wie viele ... die das getan haben, wurden bestraft ... deshalb erfolgt die Bestrafung ...“ ...

(Col. IV) Paulus sagte: „Meinem Grab in Alexandria, das mich erwarten wird, gilt (nun noch) meine einzige Sorge. In Erwartung von diesem habe ich keine Angst, dir die Wahrheit zu sagen. Höre mir zu, Caesar, einem Menschen, der den morgigen Tag wohl nicht erlebt.“ Antoninus sagte: „Mein Herr, Caesar, ich schwöre bei deinem Genius, dass er, wie jemand, der keinen weiteren Tag erleben wird, die Wahrheit spricht. Denn als wir uns in einer solchen bedrückenden Lage befanden, da schickten wir viele Briefe an dich, in denen wir beklagten, dass der Statthalter (= Rutilius Lupus oder Rammius Martialis?) den gottlosen Juden befohlen hatte, ihren Wohnsitz an einen Ort zu verlegen, von dem aus sie unsere so berühmte Stadt leicht angreifen und verwüsten konnten; sollte aber keiner der Briefe den Weg in deine euergetischen Hände gefunden haben, dann wird der Grund seiner erhabenen Worte (= für deinen bisherigen Entschluss in dieser Sache) klar. Es ist nun deutlich, was alles dir gegenüber vorgetäuscht wurde (von dem Statthalter), um so zu verhindern, dass du Nachweise für die Verletzungen, die uns zuteilgeworden sind, erhältst.“ Der Caesar (sagte): „Paulus möge man gehen lassen, Antoninus soll man fassen!“

(Ergänzung zu Col. II-III) Die Juden (sagten): „Sie ergriffen sie aus dem Gefängnis ... und verwundeten sie.“ Der Caesar (sagte): „Ich ließ diese Geschehnisse (?) untersuchen, und nicht alle Alexandriner, sondern nur die, die dafür verantwortlich sind, sollen rechtlich belangt werden ...“ Antoninus (?) (sagte): „Imperator, Alexandriner haben nicht ... viele wurden verurteilt, sechzig Alexandriner und ihre Sklaven, und die Alexandriner wurden verbannt und ihre Sklaven hingerichtet, ohne jemanden (zu schonen?) ... ausgeschickt mit den Wehklagen, die allen Menschen gestattet sind; sodass, wenn nun einige aus Alexandria verbannt werden sollten, dann werden sie nicht – wie sie behaupten – von uns, sondern von ihnen gefasst; das hat zu einer falschen Anschuldigung gegen uns geführt. Nun wurden alle (Sklaven), die zu ihren Herren geflohen waren, um sich in Sicherheit zu bringen, von diesen vor Gericht gestellt und bestraft.“

(Antiker Alltag. Papyri und Ostraka aus der römischen Kaiserzeit. Hrsg. v. Patrick Reinard. Wiesbaden 2021, S. 121 f.)
Re: Acta Pauli et Antonini
Γραικύλος schrieb am 30.09.2022 um 21:31 Uhr (Zitieren)
 
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