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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Kaiser Decius (351 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 25.09.2022 um 12:47 Uhr (Zitieren)
Zosimos, Neue Geschichte I 22 f.:
22. Nun bekleideten die Soldaten den Decius (249-251) mit dem Purpurmantel und zwangen ihn, der schon um sein Leben bangte, wider seinen Willen zur Übernahme der Regierungsaufgaben. Was Philippus [Arabs] (1) betraf, so sammelte er auf die Nachricht von der Thronbesteigung des Decius hin seine Legionen und ging zum Angriff vor.

Decius und seine Leute verloren indessen, obgleich sie von der großen zahlenmäßigen Überlegenheit ihrer Gegner wußten, nicht den Mut[,] und zwar im Vertrauen auf die Klugheit und umfassende Voraussicht ihres Führers.
Beim Zusammenstoß beider Heere, von denen das eine an Zahl, das andere dank der Kriegskunst seines Feldherrn überlegen war, fanden viele auf seiten des Philippus den Tod[,] und auch er selbst samt den Seinen kam ums Leben. Ebenso wurde sein Sohn (Philippus), den er zur Würde eines Caesars erhoben hatte, niedergemacht, und damit gelangte Decius in den Besitz der obersten Gewalt.

23. Wegen der allgemeinen Gleichgültigkeit des Philippus war die Lage des Staates zutiefst erschüttert. Die Skythen (= Goten) hatten die Tanaïs (Don) überschritten und plünderten die thrakischen Lande. Nun zog Decius gegen sie heran, besiegte sie in sämtlichen Schlachten und nahm ihnen auch die Beute ab, die sie gemacht hatten. In der Absicht, sie gänzlich zu vernichten und ihnen auch die Möglichkeit zu erneuter Sammlung und weiterem Angriff zu nehmen, versuchte er sogar, ihnen den Heimweg abzuschneiden.

Er ließ daher den Gallus (2) und eine ausreichende Streitmacht am Steilufer des Tanaïs zurück und griff selbst die restlichen Gegner an. Während sein Unternehmen von Erfolg begleitet war, dachte Gallus jedoch an Umsturz, trat deshalb mit den Barbaren in Verbindung und forderte sie auf, bei dem Anschlag gegen Decius mitzuwirken. Nur zu gern gingen sie auf das Ansinnen ein, teilten sich, indes Gallus am Ufer des Tanaïs Wache hielt, in drei Gruppen und stellten die erste Abteilung an einem Orte auf, dem ein Sumpf vorgelagert war.

Als Decius die Mehrzahl der Gegner aufgerieben hatte, näherte sich eine zweite Gruppe. Auch diese wurde in die Flucht geschlagen, worauf sich einige wenige aus dem dritten Korps beim Sumpfe zeigten. Gallus aber gab dem Decius ein Zeichen, er möge doch quer durch den Morast gegen sie vorgehen. Ohne die Örtlichkeit genauer zu kennen, rückte letzterer unüberlegt heran, blieb mit seinen Leuten im Schlamm stecken und fand unter allseitigem Beschuß durch die Barbaren samt seiner Begleitung den Tod; und niemand vermochte dabei zu entkommen. So endete Decius nach glanzvoller Regierung als Kaiser.

(Zosimos: Neue Geschichte. Hrsg. v. Otto Veh. Stuttgart 1990, S. 39-46 f.)

(1) Kaiser 244-249 u.Z.
(2) C. Vibius Trebonianus Gallus, später Nachfolger des Decius (251-253)

Von der großen Christenverfolgung unter Decius ist hier mit keinem Wort die Rede.
 
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