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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die zweite Diktatur des Cincinnatus #6 (358 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 16.09.2022 um 12:53 Uhr (Zitieren)
Livius IV 13, 1 - 16, 7:
Da sagte Quinctius, man schimpfe zu Unrecht auf die Konsuln; durch die Gesetze über die Berufung, die erlassen worden seien, um ihre Befugnisse aufzuheben [legibus de provocatione ad dissolvendum imperium], seien ihnen die Hände gebunden, und sie hätten in ihrem Amt keineswegs genug Macht, diese Sache ihrer Abscheulichkeit entsprechend zu ahnden, den Mut hätten sie schon. Es sei nicht nur ein tapferer Mann nötig, sondern auch einer, der freie Hand habe und dem die Gesetze keine Fesseln anlegten. Daher werde er den L. Quinctius zum Diktator ernennen; der habe die Sinnesart, die zu einem so hohen Amt gehöre.

Während alle zustimmten, lehnte Quinctius zunächst ab und fragte, was sie von ihm wollten, wenn sie ihn, der am Ende seines Lebens stehe, in einen so schweren Kampf schickten. Als man dann aber von allen Seiten rief, in seinem Greisenherzen sei nicht nur mehr Klugheit, sondern auch mehr Tapferkeit als in allen anderen [Dein cum undique plus in illo senili animo non consilii modo, sed etiam virtutis esse quam in omnibus aliis dicerent], und ihn mit nicht unverdientem Lob überhäufte und der Konsul nicht nachgab, betete Cincinnatus schließlich zu den unsterblichen Göttern, sein hohes Alter möge in einer so schwierigen Lage dem Staat nicht Schaden und Schande bringen, und wurde vom Konsul zum Diktator ernannt. Er selbst berief darauf den C. Servilius Ahala zum Magister equitum.

14. Am nächsten Tag stellte er an bestimmten Punkten Posten auf und stieg auf das Forum hinab. Das Überraschende und Auffallende des Vorgangs lenkte die Blicke der Plebs auf ihn, die Anhänger des Maelius und der Führer selbst sahen die Machtfülle des so hohen Amtes gegen sie gerichtet, und die, die von seinen Absichten auf die Königsherrschaft nichts wußten, fragten, welche Wirren, welch plötzlicher Krieg das hohe Amt eines Diktators und Quinctius mit seinen mehr als achtzig Jahren als Lenker des Staates erforderlich gemacht hätten,

Unterdessen wurde Servilius, der Magister equitum, vom Diktator zu Maelius geschickt und sagte: „Der Diktator läßt dich rufen!“ Als jener voll Angst fragte, was er wolle, und Servilius ihm erklärte, er müsse sich verantworten und sich von dem Vorwurf reinwaschen, den Minucius vor dem Senat erhoben habe, da zog Maelius sich in die Schar seiner Anhänger zurück und sah sich zunächst unschlüssig nach allen Seiten um.
Als schließlich der Amtsdiener ihn dem Befehl des Magister equitum gemäß abführen wollte, wurde er von den Umstehenden befreit und suchte zu fliehen; dabei rief er den Schutz der römischen Plebs an und sagte, er werde aufgrund einer Absprache unter den Patriziern überfallen, weil er der Plebs Gutes getan habe. Er bitte sie, ihm in seiner äußersten Not Hilfe zu leisten und nicht zuzulassen, daß er vor ihren Augen hingeschlachtet werde.

Während er dies hinausschrie, erreichte Ahala Servilius ihn und erschlug ihn. Blutbespritzt, umgeben von einer Schar junger Patrizier, meldete er dem Diktator, Maelius sei zu ihm vorgeladen worden, aber er habe den Amtsdiener zurückgestoßen, die Menge aufgewiegelt und daraufhin die verdiente Strafe gefunden. Da sagte der Diktator: „Heil deiner Tapferkeit, C. Servilius! Du hast den Staat gerettet [Macte virtute, inquit, C. Servili, esto liberata re publica].“

 
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