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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die erste Diktatur des Cincinnatus #4 (402 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 08.09.2022 um 12:11 Uhr (Zitieren)
Dionysios von Halikarnassos, Römische Frühgeschichte X 24, 1 – 25, 3:
Der Stadtkommandant Fabius aber schickte die Personen los, die Quinctius in sein Amt berufen wollten. Auch damals war der Mann gerade mit einer bäuerlichen Arbeit beschäftigt. Als er den Haufen Menschen herankommen sah und vermutete, sie kämen zu ihm, zog er ein anständigeres Gewand an und ging ihnen entgegen.

Sobald er dann in ihrer Nähe war, führte man prächtig geschmückte Pferde zu ihm hin, stellte neben ihm 24 Beile mit den Ruten auf und brachte ihm ein Purpurgewand und die übrigen Abzeichen, mit denen früher das Amt der Könige ausgezeichnet worden war. Er merkte nun, dass er zum Diktator der Stadt ernannt sei, und sagte, anstatt davon angetan zu sein, eine derartige Ehre zu erhalten, missmutig: „Also geht die Ernte auch dieses Jahr wegen meiner amtlichen Tätigkeiten zugrunde, und wir werden alle fürchterlich Hunger leiden [Ἀπολεῖται ἄρα καὶ τούτου τοῦ ὁ καρπὸς διὰ τὰς ἐμὰς ἀσχολίας, καὶ πεινήσομεν ἅπαντες κακῶς].“

Nach seiner Ankunft in der Stadt machte er zunächst den Bürgern Mut, indem er vor dem Volk eine Rede hielt, die geeignet war, sie mit berechtigten Hoffnungen aufzurichten. Dann zog er alle Männer im besten Alter zusammen, sowohl die Einwohner der Stadt als auch die Landbevölkerung, und ließ die Hilfstruppen von den Verbündeten kommen. Zu seinem Kavalleriekommandanten ernannte er Lucius Tarquinius, einen Mann, der zwar wegen seiner Armut zu den wenig beachteten Personen zählte, aber ein Kriegsheld war, und rückte mit seinen vereinigten Streitkräften aus. Als er dann auf den Quästor Titus Quinctius traf, der auf sein Erscheinen gewartet hatte, übernahm er auch dessen Streitkräfte und zog gegen die Feinde.

Nachdem er die natürliche Beschaffenheit des Geländes begutachtet hatte, in dem die Lager errichtet waren, ließ er eine Abteilung seines Heeres auf den Anhöhen in Stellung gehen, damit für die Äquer keine andere Unterstützung und kein Proviant eintreffen konnten, die übrigen Streitkräfte übernahm er persönlich, stellte sie wie zur Schlacht auf und rückte mit ihnen vor. Coelius (1) fürchtete sich nicht – denn er verfügte über ein nicht gerade kleines Heer und machte persönlich nicht den Eindruck, im Kampf ein Feigling zu sein – und erwartete seinen Angriff; so kam es zu einer heftigen Schlacht.

Nachdem viel Zeit vergangen war, sich die Römer wegen der beständigen Kriege den Strapazen des Kampfes gewachsen zeigten und ihre Kavallerie immer dem in Schwierigkeiten geratenden Teil der Infanterie zu Hilfe kam, unterlag Gracchus und wurde wieder in seinem Lager eingeschlossen. Danach umgab es Quinctius mit hohen Palisaden und zahlreichen Türmen, und als er dann feststellte, dass Gracchus unter Proviantmangel litt, griff er das Lager der Äquer ununterbrochen an und befahl Minucius (2), von er anderen Seite her einen Ausfall zu machen.

(1) Gracchus Coelius, Anführer der Aequer
(2) der von den Aequern belagerte römische Konsul
 
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