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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die erste Diktatur des Cincinnatus #2 (410 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 07.09.2022 um 16:46 Uhr (Zitieren)
T. Livius III 25, 6 - 29, 7:
Der Heereszug wurde dann so geordnet, daß er nicht nur für den Marsch geeignet war, sondern ebenso auch für den Kampf, wenn es dazu kommen sollte; der Diktator selbst führte die Legionen, der Reiteroberst seine Reiter. In beidem Formationen kam es zu Ermahnungen, wie sie die Situation erforderte: Sie sollten den Schritt beschleunigen; es sei Eile geboten, damit man noch bei Nacht an den Feind gelangen kön-ne; der Konsul [sc. L. Minucius] und das römische Heer würden belagert, sie seien schon den dritten Tag eingeschlossen; was jede Nacht und jeder Tag bringe, sei ungewiß; in einem kurzen Augenblick fielen oft Entscheidungen von größ-ter Tragweite. „Voran, Feldzeichenträger!“, „Anschluß hal-!“ [Adcelera, signifer! Sequere, miles!] schrien sie sich gegenseitig zu, um sich den Feldherrn gefällig zu zeigen. Um Mitternacht gelangten sie an den Algidus, und als sie merkten, daß sie schon dicht am Feind waren, machten sie halt.

Dort ritt der Diktator ringsherum, und soweit man bei Nacht sehen konnte, schaute er sich an, wie weit sich das Lager ausdehnte und wie es angelegt war; darauf befahl er den Kriegstribunen, das Marschgepäck an einer Stelle zusammenlegen und dann die Soldaten mit ihren Waffen und den Schanzpfählen wieder in ihre Abteilungen zurücktreten zu lassen. Der Befehl wurde ausgeführt.

Dann postierte er das ganze Heer in der Ordnung, die es auf dem Marsch gehabt hatte, in langer Formation um das Lager der Feinde herum und befahl, wenn das Zeichen gegeben werde, sollten alle ein Geschrei erheben, und wenn sie das Geschrei erhoben hätten, sollte jeder einen Graben vor sich ziehen und einen Wall aufwerfen.

Nachdem der Befehl ergangen war, folgte das Zeichen. Die Soldaten führten den Befehl aus. Das Geschrei umtoste die Feinde; es drang von da über das Lager der Feinde bis in das Lager des Konsuls. Auf der einen Seite löste es Angst aus, auf der anderen ungeheure Freude. Die Römer beglückwünschten sich untereinander: es sei das Geschrei ihrer Mitbürger und es sei Hilfe da; und sie setzten ihrerseits von den Vorposten und den Wachtposten aus die Feinde in Schrecken. Der Konsul sagte, man dürfe keine Zeit verlieren; mit jenem Ge-schrei werde nicht nur angezeigt, daß ihre Kameraden angekommen seien, sondern daß sie die Sache in Angriff genommen hätten. Und es wäre ein Wunder, wenn das Lager der Feinde nicht schon von außen angegriffen würde. Deshalb befahl er seinen Leuten, zu den Waffen zu greifen und ihm zu folgen.

Der Kampf begann bei Nacht. Den Legionen des Diktators gaben sie durch Geschrei zu erkennen, daß auch an dieser Seite die Sache zur Entscheidung stehe. Die Aequer trafen schon Vorbereitungen, um zu verhindern, daß die Anlagen rundherum errichtet wurden; da begann aber der Feind auf der Innenseite mit dem Kampf, und damit es nicht zu einem Durchbruch durch ihr Lager kam, wandten sie sich von den Schanzenden weg den Kämpfenden auf der Innenseite zu und gaben so die Nacht hindurch freie Hand zum Schanzen. Mit dem Konsul wurde bis zum Hellwerden gekämpft.

 
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