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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die erste Diktatur des Cincinnatus #1 (497 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 07.09.2022 um 14:48 Uhr (Zitieren)
T. Livius III 25, 6 - 29, 5:

Im Zuge eines unglücklich verlaufenden Krieges der Römer gegen die Sabiner wurde L. Quinctius Cincinnatus 458 v.u.Z. zum Diktator ernannt.
[...] man beschloß daher, einen Diktator zu ernennen, der die gefährliche Situation retten solle, und L. Quinctius Cincinnatus wurde mit allgemeiner Zustimmung zum Diktator ernannt.

Es ist der Mühe wert, daß die aufmerksam zuhören, die alles Menschliche dem Reichtum gegenüber verachten und die glauben, daß für große Ehre und für Tüchtigkeit nur da Platz sei, wo die Mittel reichlich fließen. Die einzige Hoffnung für die Herrschaft des römischen Volkes, L. Quinctius, bestellte jenseits der Tiber, genau gegenüber der Stelle, wo jetzt die Schiffswerften sind, einen Acker von vier Morgen, der „Wiesen des Quinctius [prata Quinctia]“ genannt wird.

Dort trafen ihn die Gesandten – entweder beim Ausheben eines Grabens, auf den Spaten gestützt, oder beim Pflügen, auf jeden Fall, wie feststeht, mit einer Arbeit auf dem Feld beschäftigt. Nachdem man sich gegenseitig begrüßt hatte, baten sie ihn, er solle, was ihm selbst und dem Staat Glück bringen möge, in der Toga die Aufträge des Senates anhören. Er wunderte sich und fragte nachdrücklich: „Ist alles in Ordnung [Satin salve]?“, dann forderte er seine Frau Racilia auf, eilends die Toga aus der Hütte zu bringen.

Sobald er sich den Staub und den Schweiß abgewischt hatte und mit der Toga bekleidet vortrat, wünschten die Gesandten ihm Glück und begrüßten ihn als Diktator, riefen ihn in die Stadt und teilten ihm mit, was für ein Schrecken im Heer herrsche.

Ein Schiff war vom Staat für Quinctius bereitgestellt, und als er hinübergefahren war, kamen ihm seine drei Söhne aus der Stadt entgegen und nahmen ihn in ihre Mitte, darauf seine anderen Verwandten und seine Freunde, dann der größte Teil des Senats. Von dieser Menge umgeben, wurde er nach Hause geleitet, wobei die Liktoren voranschritten. Auch aus der Plebs lief eine gewaltige Menge zusammen; aber sie waren keineswegs so erfreut, den Quinctius zu sehen; denn sie glaubten, das sei zu viel Macht, und der Mann werde in der Ausübung der Macht zu rigoros sein. In jener Nacht geschah in der Stadt nichts, nur daß man Wache hielt.

Als der Diktator am nächsten Tag noch vor Sonnenaufgang auf das Forum kam, ernannte er den L. Tarquinius zum Reiter-oberst, einen Mann aus einer patrizischen Familie; er hatte allerdings den Kriegsdienst wegen seiner Armut als Fußsoldat geleistet, aber doch im Felde als der weitaus Erste unter der jungen Mannschaft von Rom gegolten. Mit dem Reiteroberst kam er in die Volksversammlung, ordnete das Aussetzen aller Rechtsgeschäfte an, befahl, die Läden in der ganzen Stadt zu schließen, und verbot, daß jemand irgendeine Privatangelegenheit betrieb.

Dann sollten alle, die im wehrfähigen Alter waren, sich vor Sonnenaufgang bewaffnet auf dem Marsfeld einfinden mit Brot für fünf Tage und mit zwölf Schanzpfählen. Die für den Kriegsdienst zu alt waren, sollten für einen Soldaten aus der Nachbarschaft das Brot backen, während der seine Waffen in Ordnung brachte und sich die Schanzpfähle beschaffte. So verteilte sich die junge Mannschaft, um die Schanzpfähle zu beschaffen. Sie nahmen sie, wo es für jeden am nächsten war; gehindert wurde niemand; und voll Eifer stellten sich alle auf die Anordnung des Diktators zur Verfügung.

 
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