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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Eine römische Hexe #1
(499 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 19.08.2022 um 14:01 Uhr (
Zitieren
)
Lucan, Bellum civile VI 507-830:
[...]
Diese verbrecherischen Bräuche, diese Frevel eines schlimmen Volkes hatte ein entmenschtes Weib, Erichtho, als zu fromm verworfen und das widerliche Handwerk zu unerhörten Bräuchen hingeführt. Denn ihr war es ein Greuel, das Hexenhaupt unter einem Bürgerdach oder vor Heimgöttern zu ducken, nein, sie hauste in verlassenen Grüften, warf Leichen aus ihren Gräbern und richtete sich den Dämonen der Finsternis [deis umbris] zu Gefallen selber darin ein: stumme Heere zu vernehmen, das Totenland und die Geheimnisse des Höllenfürsten drunten [arcanaque Ditis operti non superi] zu erkunden, hinderte sie keine Oberwelt, kein Leben unter Menschen.
Scheußlich welke Hagerkeit zeichnete die Züge der Unholdin, und erschreckend lag auf ihrem Antlitz, das der helle Himmel niemals sah, schwere Leichenblässe unter einer Bürde ungekämmter Haare; erst wenn dunkles Sturmgewölk die Sterne den Blicken entzog, dann kam die Zauberin [Thessala] aus ihren leeren Gräbern und haschte nachts nach Blitzen.
Fruchtbare Saatkeime ließ ihr Tritt verdorren, und harmlose Lüfte verpestete ihr Hauch. Sie flehte nicht zu Überirdischen, rief nicht Himmelswesen mit Bittliedern zu Hilfe, kannte gottgefällige Innereien nicht: Totenfeuer liebte sie auf ihren Altar zu legen und Weihrauch, den sie von brennenden Scheiterhaufen stahl. Jede Untat gestanden ihr die Götter droben bereits beim ersten Gebetslaut zu, weil sie sich fürchteten, einen zweiten Spruch zu hören.
Lebewesen, die noch atmeten und ihre Glieder steuern konnten, verscharrte sie in Gruben, und wollte auch der Tod nicht kommen, weil die Bestimmung noch manches Jahr verhieß, so trat er dennoch ein. Im umgekehrtem Leichenzug trug sie Gestorbene von den Gräbern fort, leblose Leiber suchten vor dem Tod das Weite [fugere cadavera letum]; rauchende Asche und brennende Gebeine junger Menschen stahl sie mitten von Holzstößen, nahm Eltern gar die Fackel ab, die sie in Händen hielten, holte sich die von schwarzem Rauch umschwelten Überbleibsel der Totenbahre, sammelte die zu Staub zerfallenden Gewänder und die Asche, die noch nach dem Körper roch.
Doch wenn die Leichen in einen Sarkophag gebettet waren, der den Saft in ihrem Inneren verzehrte, ihr verwesendes Mark aussog und sie zu Mumien machte, dann fiel sie gierig über alle Glieder her, fuhr mit Fäusten in die Augen, grub deren erstarrte Äpfel mit Wonne aus und nagte von eingeschrumpften Händen bleiche Nägel ab. Schlingen und Todesknoten sprengte sie mit ihren Zähnen, um die Leiber von Erhängten zu zerfetzen, machte Kreuze kahl, um die von Regengüssen durchpeitschten Eingeweide und das im Sonnenbrand geschmorte Mark herauszureißen, trug die in die Hände eingeschlagenen Eisenpflöcke, dazu die dunkel über die Glieder tropfende Eiterjauche samt geronnenem Gallert fort und hängte sich an Sehnen, bei denen ihre Bisse nicht von der Stelle kamen.
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