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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Rhampsinitos und die Diebe #3 (422 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 16.08.2022 um 00:00 Uhr (Zitieren)
Herodot II 121:
Als aber das Mädchen die Anordnung des Vaters ausführte, erfuhr der Dieb, weshalb das geschah. Er wollte nun den König an Verschlagenheit noch übertreffen und tat folgendes: Er schnitt der frischen Leiche den Arm an der Schulter ab und nahm ihn unter dem Mantel mit. Als er zur Königstochter kam und sie an ihn die gleiche Frage stellte wie an die an-deren, erzählte er ihr: Die frevelhafteste Tat seines Lebens sei damals gewesen, als er seinem Bruder, der in der Schatzkammer des Königs in der Falle saß, den Kopf abschnitt, seine verschlagenste Tat, als er die Wächter trunken gemacht und die an der Mauer hängende Leiche des Bruders herabgenommen habe.

Als sie das hörte, griff sie nach ihm; aber der Dieb hielt ihr in der Dunkelheit den Arm des Toten hin. Sie griff danach und hielt ihn fest, indem sie meinte, den Arm des Lebenden zu halten. Der Dieb ließ ihr den Arm und entwich durch die Tür.

Als auch das dem König gemeldet wurde, staunte er sehr über die Klugheit und Kühnheit des Menschen. Er sandte schließlich Boten in alle Städte und ließ verkünden, er sichere dem Dieb Straflosigkeit zu und verspreche ihm eine hohe Belohnung, wenn er ihm vor Augen trete. Der Dieb ging voller Vertrauen zum König.
Rhampsinitos bewunderte ihn sehr und gab ihm seine Tochter zur Frau, weil er der klügste Mensch auf Erden sei. Denn, so meinte er, die Ägypter seien klüger als die anderen Völker; er aber sei noch klüger als die Ägypter [Αἰγυπτίους μὲν γὰρ τῶν ἄλλων προκεκρίσθαι, ἐκεῖνον δὲ Αἰγυπτίων].

(Herodot: Historien. Herausgeben von Josef Feix. 2 Bde. München ²1977; Bd. I, S. 300-307)
 
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