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Rhampsinitos und die Diebe #2
(422 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 15.08.2022 um 12:20 Uhr (
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Herodot II 121:
Bei Tagesanbruch ging der König in die Kammer und erschrak über den kopflosen Leichnam des Diebes in der Schlinge. Die Kammer aber war unverletzt, ohne irgendwelche Spuren des Ein- und Ausgangs. In seiner Verlegenheit tat er folgendes: Er ließ die Leiche an der Stadtmauer aufhängen, stellte Wächter dabei auf und bestimmte, den festzunehmen, den sie um den Toten laut weinen und wehklagen sahen; den sollten sie vor ihn bringen.
Als nun die Leiche des Diebes dort hing, litt die Mutter schwer darunter; sie sprach mit dem überlebenden Sohn und gab ihm den Auftrag, es irgendwie möglich zu machen, den Körper des Bruders von der Mauer zu holen und zu bestatten. Wenn er sich darum nicht kümmere – so drohte sie -, werde sie zum König gehen und ihn als Dieb seiner Schätze anzeigen.
Weil die Mutter so heftig in den Überlebenden drang und er sie auch mit vielen Worten nicht umstimmen konnte, dachte er sich folgendes aus: Er rüstete Esel, füllte Schläuche mit Wein, lud sie den Eseln auf und trieb sie vor sich her. In der Nähe der Leichenwärter zog er an zwei oder drei Zipfeln der Schläuche und löste die Knoten. Als der Wein auslief, schlug er sich vor den Kopf und schrie laut, als wisse er nicht, an welchen Esel er sich zuerst machen solle.
Die Wächter sahen nun den Wein in Mengen auslaufen; da kamen sie alle mit Gefäßen an den Weg gelaufen, fingen den fließenden Wein auf und taten sich daran gütlich. Er aber stellte sich zornig und beschimpfte sie alle heftig. Als ihn die Wächter zu beruhigen versuchten, tat er so, als fasse er sich und es sei sein Zorn allmählich verflogen.
Schließlich führte er die Esel vom Weg herunter und bepackte sie wieder. Man redete noch weiter hin und her, und mancher verspottete ihn sogar und brachte ihn zum Lachen. Da schenkte er ihnen einen Schlauch Wein. Sofort lagerten sie sich an Ort und Stelle zum Trinken, luden ihn dazu ein und forderten ihn auf, zu bleiben und mit ihnen zu trinken. Er ließ sich überreden und blieb. Als sie ihm bei der Zecherei alle möglichen Freundlichkeiten erwiesen, stiftete er ihnen noch einen zweiten Schlauch.
Durch den reichlichen Trunk waren die Wächter völlig benebelt, wurden vom Schlaf überwältigt und schliefen fest, wo sie gerade getrunken hatten. Als die Nacht vorwärts schritt, nahm er die Leiche des Bruders herab und rasierte allen Wächtern zum Spott die rechte Wange kahl. Dann lud er die Leiche auf die Esel und trieb diese heim; so erfüllte er den Wunsch der Mutter.
Als dem König der Leichendiebstahl gemeldet wurde, ergriff ihn der Zorn; er wollte unbedingt den Täter, wer immer es sei, ausfindig machen und wandte deshalb folgendes Mittel an – was ich allerdings nicht glauben kann: Er schickte seine Tochter in ein Freudenhaus und trug ihr auf, sich jedem Mann, der komme, ohne Unterschied hinzugeben. Vor dem Verkehr aber sollte sie jeden nötigen, ihr die verschlagenste und frevelhafteste Tat seines Leben zu erzählen [ἀναγκάζειν λέγειν αὐτῇ ὅ τι δὴ ἐν τῷ βίῳ ἔργασται αὐτῷ σοφώτατον καὶ ἀνοσιώτατον]. Wenn ihr dann einer den Streich mit dem Dieb erzähle, solle sie ihn festhalten und nicht wieder fortlassen.
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