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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Darstellung von Grausamkeit in der Antike #5 (431 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 14.08.2022 um 12:58 Uhr (Zitieren)
8. Historia Augusta (Aelius Lampridius): Commodus

[...] Auch seine Scherze waren lebensgefährlich. Als er nämlich auf einen Mann gestoßen war, dessen schwarze Haare mit weißen untermischt waren, die wie kleine Würmer aussahen, ließ er ihm auf den Kopf einen Star setzen, der bei der Jagd auf die vermeintlichen Würmer auf dem Kopf des Unglücklichen mit seinen Schnabelhieben Schwären erzeugte.
Einem Dickwanst ließ er den Bauch mitten durchschneiden, so daß dessen Eingeweide plötzlich heraustraten. [...]
Er soll häufig den teuersten Speisen Menschenkot beigemengt und auch davon gekostet haben, um so seine Gäste zum besten zu haben, wie er es auffaßte.
Zwei bucklige Krüppel, die von oben bis unten mit Senf bestrichen waren, ließ er sich auf einer silbernen Platte vorsetzen; er ließ sie sofort wieder abtragen und beschenkte sie reichlich.

[SSHA Commodus 10, 4 f.; 11, 1 f.]


9. Aurelius Victor: Gallienus und das Volk

Als nun aber der Senat von dem Ende des Gallienus Kunde erhielt, beschloß er, daß dessen Gefolgsleute und Verwandte kopfüber die Gemonische Treppe hinabzustürzen seien, und es steht hinlänglich fest, daß dem Sachwalter des Fiskus, den man in die Kurie geführt hatte, die ausgestochenen Augen herabhingen, währen die hereinstürmende Menge mit einhelligem Geschrei die Mutter Erde und die unterirdischen Götter anflehte, Gallienus in die Wohnsitze der Verdammten [sedes impias] zu schicken.

[Die römischen Kaiser XXXIII 31]


Die hier vorgestellten Fälle entsprechen einem Topos der Antike (der sich bis heute durchhält): Das Charakteristikum eines Tyrannen ist seine Grausamkeit. Solche Berichte sind also eher konstruiert, als daß sie historischen Tatsachen entsprächen.
 
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