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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Die sensationellen Sehenswürdigkeiten Roms #4
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Γραικύλος schrieb am 01.07.2022 um 17:03 Uhr (
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Plinius der Ältere, nat. hist. XXXVI 24::
Was soll man nun hiebei mehr bewundern, den Erfinder oder die Erfindung? Den Baumeister oder den Urheber? Die Kühnheit des Gedankens oder der Ausführung derselben? Über alles aber geht der Wahnsinn des römischen Volkes, welches wagte, sich auf so unsichere und wankende Sitze zu begeben.
Seht, das ist das Länder besiegende, die ganze Erde beherrschende, Völker und Reiche verteilende, den Ausländern seine Rechte sendende Volk [en hic est ille terrarum victor et totius domitor orbis, qui gentes, regna diribet, iura exteris mittit]! Da sitzt ein gewisser Teil der unsterblichen Götter unter dem menschlichen Geschlechte schwebend auf einem Gerüste und klatscht seiner Gefahr Beifall.
Was sind das für feile Seelen, oder was klagt man noch über die Niederlage bei Cannae? Welches Unglück konnte sich da ereignen? Wenn Städte durch Erdbeben verschlungen werden, so gibt sich ein allgemeiner Schmerz unter den Menschen kund. Und hier sitzt das ganze römische Volk gleichsam auf zwei Fahrzeugen von zwei Drehsäulen unterstützt und sieht sich selbst mit einander im Kampf, denn es würde vernichtet worden sein, wenn die Gerüste sich nur ein wenig verschoben hätten.
Durch solche Mittel sucht man sich die Gunst des Volkes bei den tribunicischen Versammlungen zu verschaffen, indem man die Tribus auf der Rednertribüne in der Luft schweben läßt. Was hätte dieser Mensch nicht bei denen, die er zu solchem Wagestück beredet hatte, noch unternehmen können! Denn in der Tat hat das römische Volk bei dem Leichenbegräbnis von dessen Vater ihm sein Leben ganz zu Füßen gelegt.
Als endlich die Angeln müde und zerrüttet waren, ließ er in seinem Gepränge einen Wechsel eintreten, das Amphitheater blieb in der eingenommenen Stellung, am letzten Tage mußten auf den beiden vereinigten Bühnen Fechter auftreten, hierauf wurden die Bühnen schnell entfernt und noch an demselben Tage führte er die Sieger in den Kämpfen feierlich auf.
Und dieser Curio war weder König, noch Herrscher über Völker, noch sehr reich, denn sein Vermögen reduzierte sich auf das, was ihm die Zwietracht der Vornehmsten verschaffte.
Doch jetzt will ich Wunder mitteilen, die als echte und würdige anerkannt werden müssen, und den König Q. Marcius zum Schöpfer haben. Er bekam vom Senate den Auftrag, die Wasserleitungen des appischen Baches, des Anio und der Tepula auszubessern, und stellte während der Zeit seines Amts als Prätor eine neue nach ihm benannte Leitung durch in Bergen angelegte Kanäle her. Agrippa führte als Aedil noch die Aqua Virgo hinzu, leitete sie mit den übrigen in ein Bett, korrigierte den Lauf, legte 700 Bassins, 105 Springbrunnen und 130 Brunnenkästen an, von denen sehr viele prachtvoll ausgeführt wurden; setzte auf alle diese Werke 300 erzene oder marmorne Statuen und 400 Marmorsäulen, und das alles geschah in einem Jahre.
Er selbst fügt in seinem amtlichen Berichte noch hinzu, er habe 59 Tage lang Spiele halten lassen und 170 Bäder umsonst für das Volk eingerichtet; die Zahl der Bäder ist aber seitdem in Rom ins Unendliche gestiegen [quae nunc Romae ad infinitum auxere numerum]. Die früheren Wasserleitungen übertrafen aber an Unkosten das neueste derartige Werk, welches vom Kaiser Cajus angefangen und von Claudius vollendet wurde. Man führte nämlich vom vierzigsten Meilensteine an die curtiussche, die blaue Quelle und den neuen Anion zu einer solchen Höhe hinauf, daß sie auf alle Berge der Stadt gelangen konnten. Die Ausgaben dafür betrugen 44500000 Sesterzen.
Wenn man die große Menge Wasser an öffentlichen Orten, in Bädern, Fischteichen, Häusern, Kanälen, Gärten, den Gütern bei der Stadt, Landhäusern, dann die zu dessen Herleitung gebaueten Bogen, durchgrabene Berge und geebnete Täler mit Aufmerksamkeit betrachtet, so muß man gestehen, daß die ganze Welt kein größeres Wunderwerk aufzuweisen hat.
Unter die besonders merkwürdigen Werke des Claudius rechne ich auch – obgleich es durch die Mißgunst seines Nachfolgers unvollendet geblieben ist – die Durchgrabung eines Berges zum Ableiten des fucinischen Sees. Die Arbeit dauerte viele Jahre lang und nahm unendliche Summen und zahlreiche Arbeiter in Anspruch, denn teils mußte da, wo der Berg erdiger Natur war, das zusammengelaufene Wasser durch oben aufgestellte Maschinen herausgeschöpft, teils das harte Gestein ausgehauen werden, und alles dieses geschah innerhalb des Berges im Finstern.
Wer so etwas nicht gesehen hat, kann sich weder selbst noch durch Hilfe einer gegebenen Beschreibung eine Vorstellung davon machen.
Ich übergehe den Hafenbau zu Ostia, die durch Berge angelegten Landstrassen, den Damm, welcher das tyrrhenische Meer von dem lucrinischen See abhält, die vielen kostspieligen Brücken. Unter vielen anderen Wunderdingen Italiens führt der naturkundige Papirius Fabianus an, der Marmor selbst wachse in den Brüchen; auch versichern die Leute, welche ihn fördern, die ausgeleerten Räume der Berge füllten sich von selbst wieder an. Wenn sich dies so verhält, so haben wir Hoffnung, daß der Luxus niemals aufhört [quae si vera sunt spes est numquam defutura luxuriae].
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