Γραικύλος schrieb am 29.06.2022 um 16:23 Uhr (Zitieren)
Tertullian, Apologeticum IX 6-8:
(Tertullian: Apologeticum – Verteidigung des Christentums. Hrsg. v. Carl Becker. München 1952, S. 88-91)
Re: Homo est et qui est futurus
Marcella schrieb am 29.06.2022 um 17:54 Uhr (Zitieren)
Nicht leicht für mich zu verstehen. Was ist das Framing einer solchen Rede, die sich offenbar nicht nur gegen Abtreibung richtet. Was hat der Durst auf Christen(kinder?)blut mit dem Abtreibungsverbot zu tun? Das mit den Statthaltern habe ich auch noch nicht begriffen. Vielleicht fehlt der Kontext. - Wenn aber Tertullian das Umbringen von Menschen überhaupt konsequent ablehnt, müsste er auch den Militärdienst verweigern. Tut er das?
Übrigens noch einmal großen Dank für die tägliche Präsentation hochinteressanter Texte durch Γραικύλος. Was für eine großartige, umfassende Bibliothek von Texten für uns.
Re: Homo est et qui est futurus
Γραικύλος schrieb am 29.06.2022 um 22:57 Uhr (Zitieren)
An Marcella:
Der Kontext:
Tertullian verteidigt das Christentum gegen die Vorwürfe, die ihm gemacht werden und die zu seiner Verfolgung führen. Das meint er mit dem Durst nach Christenblut.
Tertullian dreht nun den Spieß um und wirft den Verfolgern (den Statthaltern) vor, daß sie sich an ihrem eigenen Blut, ihren Kindern, versündigen, indem sie sie, wenn unerwünscht, aussetzen usw. kurz: töten.
Dem hält er die sehr viel strengere Moral der Christen entgegen: Nicht nur töten sie ihre geborenen Kinder nicht, sie lehnen sogar die Abtreibung ab.
Wird es so verständlich?
Re: Homo est et qui est futurus
Marcella schrieb am 30.06.2022 um 09:08 Uhr (Zitieren)