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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Natur bei den Gottesleugnern (378 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 26.06.2022 um 17:35 Uhr (Zitieren)
Platon, Gesetze 889 b-c:
[...]
Der Athener: Folgendermaßen will ich es noch deutlicher ausdrücken. Feuer und Wasser und Erde und Luft verdanken alle ihr Dasein der Natur und dem Zufall, behaupten sie [φύσει πάντα εἶναι καὶ τύχῃ φασίν], keines davon aber der Kunst; und die nach diesen entstandenen körperlichen Stoffe, die die Erde, die Sonne, den Mond und die Sterne ausmachten, seien aus jenen völlig unbeseelten Elementen entstanden [διὰ τούτων γεγονέναι παντελῶς ὄντων ἀψύχων]; und diese seien alle durch den Zufall der einem jeden innewohnenden Kraft umhergetrieben worden, und so, wie sie gerade irgendwie passend miteinander zusammengetroffen seien, das Warme mit dem Kalten oder das Trockene mit dem Feuchten und das Weiche mit dem Harten und überhaupt alles, was durch Mischung von Gegensätzlichem gemäß dem Zufall infolge einer Notwendigkeit zusammengemischt worden sei [κατὰ τύχην ἐξ ἀνάγκης συνεκεράσθη] – so und auf diese Weise also hätten sie den ganzen Himmel und alles am Himmel hervorgebracht und ferner alle Tiere und Pflanzen, nachdem zuvor alle Jahreszeiten von diesen Himmelskörpern hervorgebracht worden seien, und zwar nicht durch Vernunft [οὐ διὰ νοῦν], behaupten sie, sondern, wie schon gesagt, durch die Natur und den Zufall. [...]

Allein durch Zufall und Notwendigkeit - das klingt schon nach Proto-Darwinismus; es fehlt nur die Selektion/Auslese.
 
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