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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Wer lenkt die Ereignisse?
(472 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 21.05.2022 um 14:11 Uhr (
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Platon, Gesetze:
Der Athener:
Mein Guter, indem ich auf die Gesetzgeber zurückkomme und sie erneut prüfe, werde ich wahrscheinlich auch etwas Herabsetzendes über sie äußern müssen. Wenn wir aber mit unseren Ausführungen etwas zur Sache beitragen, so dürfte sich daraus keine weitere Schwierigkeit ergeben. Doch weshalb beunruhige ich mich überhaupt? Scheint es doch um fast alle menschlichen Angelegenheiten ebenso bestellt.
Kleinias:
Wovon sprichst du?
Der Athener:
Ich wollte gerade sagen, daß niemals irgendein Mensch irgendein Gesetz gibt, sondern daß Zufälligkeiten und Ereignisse aller Art [τύχαι καὶ συμφοραὶ παντοῖαι], die auf alle mögliche Weise über uns hereinbrechen, uns alle unsere Gesetze geben. Denn entweder stürzt ein Krieg gewaltsam Staatsverfassungen um und verändert Gesetze oder die Not drückender Armut; vielfach zwingen auch Krankheiten zu Neuerungen, wenn uns Seuchen überfallen und für eine lange Zeit von vielen Jahren eine häufig wiederkehrende schlechte Witterung. Wenn nun jemand das alles voraussieht, wird er sich wohl rasch zu derselben Behauptung hinreißen lassen, die ich eben aufgestellt habe: daß kein Sterblicher irgendein Gesetz gibt und daß fast alles menschliche Tun ein Werk des Zufalls ist [τὸ θνητὸν μὲν μηδὲνα νομοθετεῖν μηδέν, τύχας δ‘ εἶναι σχεδὸν ἅπαντα τἀνθρώπινα πράγματα]. Und in der Tat kann man all das von der Schiffahrt und von der Kunst des Steuermanns, des Arztes und des Feldherrn sagen und damit dem Anschein nach recht haben; aber ebensogut kann man auf der andern Seite auch mit folgender Behauptung über dieselben Tätigkeiten recht haben.
Kleinias:
Mit welcher denn?
Der Athener:
Daß Gott alles und mit Gott zusammen Zufall und der rechte Augenblick die menschlichen Verhältnisse insgesamt lenken; doch es klingt weniger schroff, wenn man einräumt, daß zu beiden als Drittes das menschliche Können hinzukommen muß [Ὡς θεὸς μὲν πάντα, καὶ μετὰ θεοῦ τύχη καὶ καιρός, τἀνθρώπινα διακυβερνῶσι σύμπαντα. Ἡμερώτερον μὴν τρίτον συγχωρῆσαι τούτοις δεῖν ἕπεσθαι τέχνην]. Denn daß bei einem Sturm die Kunst des Steuermanns mit dem rechten Augenblick zusammenwirkt, das möchte ich für weit vorteilhafter ansehen, als wenn dies nicht der Fall ist. Oder wie?
Kleinias:
So ist es.
Der Athener:
Demnach dürfte auch für die andern Tätigkeiten dasselbe aus demselben Grunde gelten, und so muß man auch der Gesetzgebung ebendasselbe einräumen: Falls alle andern Umstände zusammentreffen, die bei einem Land eintreten müssen, wenn es jemals glücklich verwaltet werden soll, so muß einem solchen Staat jeweils ein Gesetzgeber zuteil werden, der an der Wahrheit festhält.
(708e – 709c)
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