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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Christenverfolgungen unter Marc Aurel #1 (559 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 23.04.2022 um 14:57 Uhr (Zitieren)
Es ist erstaunlich, aber unter diesem Philosophenkaiser hat die Christenverfolgung an Intensität zugenommen. Aus welchen Gründen?
Zunächst die entscheidenden Quellen:
1. Orosius: Historiae adversum paganos

Nach seinem [sc. des Lucius Verus] Tod stand Marcus Antoninus allein an der Spitze des Staates. In den Tagen des Partherkrieges aber kam es auf seinen Befehl hin zum viertenmal bereits nach Nero zu schweren Verfolgungen der Christen in Asien und Gallien. Viele erlangten die Krone des Martyriums.

[VII 15, 5]


2. Eusebius: Kirchengeschichte

a.
[...] In seiner Schrift an den Kaiser [sc. Marc Aurel] berichtet Melito (1) von manchen Angriffen, die unter seiner Regierung gegen uns gemacht worden sind. Er schreibt:

„Jetzt wird auf unerhörte Weise das Geschlecht der Gottesfürchtigen [τὸ τῶν θεοσεβῶν γένος], durch neue für Asien erlassene Gesetze aufgescheucht, verfolgt. Freche Denunzianten [οἱ ἀνειδεῖς συκοφάνται] und nach fremden Gütern gierige Menschen benützen die Erlasse [ἐκ τῶν διαταγμάτων], um offen auf Raub auszugehen und solche, die nichts Böses getan haben, Tag und Nacht auszuplündern.“

Später fährt er also fort: „Geschieht dies auf deinen Befehl hin, so soll es recht sein [καὶ εἰ μὲν σοῦ κελεύσαντος ταῦτα πράττεται, ἔστω καλῶς γινόμενον]! Denn ein gerechter Fürst wird niemals ungerechte Verordnungen erlassen. Und gerne nehmen wir die Ehre eines solchen Todes hin [καὶ ἡμεῖς ἡδέως φέρομεν τοῦ τοιούτου θανἁτου τὸ γέρας]. Doch tragen wir dir eine Bitte vor, daß du erst, nachdem du die Urheber dieser Streitsucht kennengelernt hast, urteilest, ob sie die Todesstrafe oder ein gesichertes Leben verdienen. Wenn aber der Erlaß und diese neue Verordnung, die man nicht einmal gegen barbarische Völker anwenden sollte [ἡ βουλὴ αὕτη καὶ τὸ καινὸν τοῦτο διάταγμα ὃ μηδὲ κατὰ βαρβάρων πρέπει πολεμίων], nicht von dir ausgegangen sind, dann bitten wir dich um so inständiger, du mögest uns, da man uns offen beraubt, nicht im Stiche lassen.“
[...]

[IV 26, 5 f.]


(1) Meliton von Sardes (gest. vor 190 u.Z.), christlicher Apologet
 
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