Γραικύλος schrieb am 03.03.2022 um 13:03 Uhr (Zitieren)
(Dschang Dji [ca. 765-830]; in: Chinesische Gedichte aus drei Jahrtausenden. Hrsg. v. Andreas Donath. Frankfurt/Main 1965, S. 65)
Re: 's ist Krieg
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 04.03.2022 um 20:30 Uhr (Zitieren)
Das chinesische Gedicht ist in seiner präzisen, schlichten Bildersprache und gerade durch die nur angedeuteten Regungen der Gefühle ergreifend.
Danke für diesen bereichernden Post!
Übrigens hatte ich, als ich die Fadenüberschrift las, in der Erwartung, das Claudius-Gedicht vorzufinden, mich etwas verwundert, wie es wohl ins Umfeld der Antike komme ...
Für den Fall, es ist nicht jedem bekannt, was ich meine:
Matthias Claudius
Karl Kraus nannte dieses leider den „tiefsten Komparativ von Leid, vor dem alle Leidenslyrik vergeht“.
Re: 's ist Krieg
Marcella schrieb am 04.03.2022 um 22:12 Uhr (Zitieren)
Korrektur: s´ist leider Spezialoperation!
Re: 's ist Krieg
Γραικύλος schrieb am 05.03.2022 um 13:15 Uhr (Zitieren)
Meint Ihr, ich sollte öfters über den Tellerrand schauen? In der Anfangszeit dieses Forums bin ich dafür gerüffelt worden - dies sei schließlich ein Altgriechisch-Forum.
Der das damals moniert hat, ist freilich kaum noch hier.
Re: 's ist Krieg
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 05.03.2022 um 15:10 Uhr (Zitieren)
Solch einen Fall empfinde ich als wirkliche Bereicherung.
Wäre ich "antikisch" gebildeter, wüßte ich, ob es Vergleichbares auch in der klassischen antiken Literatur gegeben hat, oder ob Heraklits Diktum über den πόλεμος die Gedankenwelt der Griechen von Grund auf beherrscht (hat). (Bei den Spartiaten wären obige Gedanken/Gedichte wohl mit Entzug der Blutsuppe, oder Schlimmerem, bestraft worden).
Re: 's ist Krieg
Γραικύλος schrieb am 06.03.2022 um 14:05 Uhr (Zitieren)
Ob das, was ich dann finde, eine Bereicherung ist, stellt sich von Fall zu Fall heraus. Einen Versuch ist es wert, und sei es im Hinblick darauf, ob es ähnliche Texte resp. Gedanken in der mittelmeerisch-antiken Literatur gibt.
Zum "Entzug der Blutsuppe" habe ich etwas gefunden.