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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Kroisos testet die Orakel #1
(486 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 24.02.2022 um 14:18 Uhr (
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Herodot I 46-56:
46. Kroisos trauerte und härmte sich zwei Jahre um den Verlust seines Sohnes. Dann setzten die Taten des Kyros (1) seinem Gram ein Ende. Denn Kyros, der Sohn des Kambyses, hatte das Reich des Astyages, des Sohnes des Kyaxares, vernichtet und die Persermacht vergrößert. Kroisos zog in Erwägung, ob er diese wachsende persische Macht nicht vernichten könne, bevor sie zu groß würde.
Nach dieser Überlegung fragte er sofort zur Probe bei den Orakeln Griechenlands und Libyens an und schickte Boten in alle Richtungen, zu den verschiedensten Orten. Die einen gingen nach Delphi, andere nach Abai im Phokerland, die dritten nach Dodona. Einige wurden auch zu Amphiaraos und Trophonios geschickt und wieder andere nach Branchidai im Gebiet von Milet. Das waren die griechischen Orakelstätten, zu denen Kroisos schickte, um sich weissagen zu lassen. Aber er sandte auch Boten zum Orakel des Ammon in Libyen. Er schickte überall herum, weil er die Orakel nach ihrer Bedeutung auf die Probe stellen wollte. Sobald er ihre Auskunft für wahr befunden hatte, wollte er sie durch eine Gesandtschaft zum zweiten Male befragen, ob er gegen die Perser zu Felde ziehen solle.
47. Er schickte also die Lyder aus, um die Orakel auf die Probe zu stellen, und gab ihnen folgenden Auftrag mit: Vom Tag ihrer Abreise an sollten sie die Tage genau zählen und sich am hundertsten Tage an die Orakel wenden mit der Frage, was in diesem Augenblick der Lyderkönig Kroisos, der Sohn des Alyattes, gerade tue.
Die Antwort, die die einzelnen Orakel auf diese Frage erteilten, sollten sie sich aufschreiben lassen und ihm überbringen. Was die anderen Orakel geantwortet haben, wird indessen von niemandem weiter erzählt; als aber die Lyder das Heiligtum in Delphi betreten hatten, um den göttlichen Spruch entgegenzunehmen, und als sie den Gott auftragsgemäß befragten, da antwortete die Pythia mit folgenden Hexametern:
„Wohl weiß ich, wieviel Sand am Meer, wie die Weite des Wassers,
Selbst den Stummen vernehm‘ ich und höre des Schweigenden Worte.
In die Stimme dringt mir der Geruch der gepanzerten Kröte,
Wie man sie kocht zusammen mit Lammfleisch in eherner Pfanne.
Erz umschließt sie von unten, wie Erz auch darübergezogen.“
48. Diesen Spruch der Pythia ließen sich die Boten aus Lydien aufschreiben und kehrten nach Sardes zurück.
Als sich auch die anderen Gesandten mit ihren Orakelsprüchen einfanden, entfaltete Kroisos die einzelnen Briefe und sah sie durch. Kein Spruch gefiel ihm. Erst als er die Antwort aus Delphi hörte, verehrte er sie sofort und erkannte sie als richtig an; nach seiner Überzeugung gab es nur in Delphi ein wahrhaftiges Orakel; denn dies allein habe erraten, was er selbst getan. Als er damals die Boten nach allen Richtungen zu den Orakelstätten geschickt hatte, wartete er auf den bestimmten Tag und ersann etwas, was unmöglich zu erraten und zu ersinnen war: er zerschnitt eine Schildkröte, schlachtete ein Lamm und kochte sie zusammen in einem ehernen Kessel, auf den er einen ehernen Deckel gelegt hatte.
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