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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Eteokles über Herrschaft und Recht (409 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 24.01.2022 um 00:12 Uhr (Zitieren)
1. Euripides: Phoenissae [Φοινίσσαι]

ἄρχειν παρόν μοι, τῷδε δουλεύσω ποτέ;
πρὸς ταῦτ‘ ἴτω μὲν πῦρ, ἴτω δὲ φάσγανα,
ζεύγνυσθε δ‘ ἵππους, πεδία πίμπλαθ‘ ἁρμάτων,
ὡς οὐ παρήσω τῷδ‘ ἐμὴν τυραννίδα.
εἴπερ γὰρ ἀδικεῖν χρή, τυραννίδος πέρι
κάλλιστον ἀδικεῖν, τἄλλα δ‘ εὐσεβεῖν χρεών.

Wer will gehorchen, wo er herrschen kann?
Nur her mit Schwert und Feuer, füllt die Flur
Mit Rossen und mit Wagen: nie entsage ich
Der Herrschaft. Unrecht muß wohl manchmal sein,
Doch nur um der Herrschaft ist das Unrecht süß,
Für alles andre soll es nie geschehn.

(V. 520-525)


2. Seneca der Jüngere: Phoenissae

Regnare non vult, esse qui invisus timet:
simul ista mundi conditor posuit deus,
odium atque regnum; regis hoc magni reor,
odia ipsa premere. multa dominantem vetat
amor suorum: plus in iratos licet.
qui vult amari, languida regnat manu.

Nicht will König sein, wer gehaßt zu werden fürchtet; zusammen hat diese beiden der Weltordnung Gründer, die Gottheit, eingesetzt: Haß und Königtum; für eines großen Königs Aufgabe erachte ich, eben diesen Haß niederzuhalten. Vieles verbietet einem Herrschenden die Liebe der Seinen: mehr steht ihm frei gegen ihren Zorn. Wer geliebt sein will, regiert mit schlaffer Hand.

(V. 654-659)

 
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