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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Goldene Regel in Behörden (313 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 01.12.2021 um 13:48 Uhr (Zitieren)
SSHA, Aelius Lampridius, Severus Alexander 51, 6-8:
Hatte jemand abseits von der Marschroute ein fremdes Besitztum betreten, dann wurde er je nach seinem Rang in Gegenwart des Besitzers entweder mit Stockprügeln bedacht oder mit Ruten gestrichen oder in eine Geldbuße genommen; wenn aber der hohe Rang des Schuldigen keine dieser Strafen zuließ, bekam er einen strengen Verweis mit der Bemerkung: „Möchtest du, daß dir auf deinem Grund und Boden dasselbe wiederfährt, was du deinem Nächsten antust [Visne hoc in agro tuo fieri quod alteri facis]?“

Häufig führte er einen Spruch im Munde, den er einmal von Juden oder Christen (1) vernommen und sich eingeprägt hatte; wenn er jemanden maßregelte, ließ er den bewußten Spruch durch einen Ausrufer verkünden;

er lautete: „Was du nicht willst, daß man dir tu‘, das füg auf keinem andern zu [Quod tibi fieri non vis, alteri ne feceris].“ Dieser Spruch war so sehr nach seinem Herzen, daß er ihn auch im Palast und in öffentlichen Gebäuden anbringen ließ [quam sententiam usque adeo dilexit, ut et in Palatio et in publicis operibus praescribi iuberet].

(1) Vgl. AT Tobias 5, 15; NT Matthäus 7, 12; Lukas 6, 31
Re: Die Goldene Regel in Behörden
Marcella schrieb am 01.12.2021 um 17:38 Uhr (Zitieren)
Wie kommst du, Graikylos, immer an diese ausgefallenen Stellen? - Der strenge Verweis gegenüber Strafbarkeitsunfähigen fälllt aber doch sehr zart aus.
Re: Die Goldene Regel in Behörden
Γραικύλος schrieb am 02.12.2021 um 23:12 Uhr (Zitieren)
Erklärung? Ich lese viel und achte beim Lesen immer darauf, ob man etwas fürs Forum verwenden kann. Bisher klappt's.
 
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